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Das weltberühmte TV-Pop-Spektakel, bekannt für extravagante Kostüme und theatralische Darbietungen sowie für seine politischen Kontroversen, wird auf einem neuen Kontinent stattfinden.

Eurovision Song Contest 2026 in Asien

Der Eurovision Song Contest wird 2026 in Asien stattfinden, mit dem großen Finale der regionalen Ausgabe des Wettbewerbs, das am 14. November in Bangkok, Thailand, ausgerichtet wird.

Teilnehmerländer und Wettbewerb

Zehn Länder, darunter der K-Pop-Riese Südkorea, die Philippinen, Malaysia und Laos, werden an der Erstausgabe des Wettbewerbs teilnehmen. Weitere Teilnehmer werden in den kommenden Monaten bekannt gegeben, laut der Website des Wettbewerbs.

Geschichte des Eurovision Song Contests

Der Eurovision Song Contest, der 1956 ins Leben gerufen wurde, ist ein berühmtes, schillerndes Festival, bei dem Künstler aus Dutzenden von Ländern um die jährliche musikalische Krone kämpfen. Obwohl der Wettbewerb lange Zeit in Europa zentriert war, wurden in den letzten Jahren zunehmend Teilnehmer außerhalb des Kontinents willkommen geheißen.

Wettbewerbsstruktur

Ein Sender in jedem der teilnehmenden Länder wählt einen Künstler aus, der ein originelles Lied, maximal drei Minuten lang, live auf der Bühne performt. Die Gewinner werden durch eine Kombination aus professionellen Jurys und Publikumsabstimmungen bestimmt. Dabei dürfen Juroren und Zuschauer zu Hause nicht für ihr eigenes Land stimmen; geopolitische Neigungen oder Rivalitäten stehen oft über dem Talent.

Meinung der Organisatoren

Martin Green, Direktor des Eurovision Song Contests bei der Europäischen Rundfunkunion, dem Hauptveranstalter des Wettbewerbs, erläuterte, dass die asiatische Ausgabe die „Stimmen, Identitäten und Ambitionen der Region“ widerspiegeln wird.

„Anlässlich des 70. Jubiläums des Eurovision Song Contests ist es besonders bedeutungsvoll, dieses nächste Kapitel mit Asien zu eröffnen – einer Region, die reich an Kultur, Kreativität und Talent ist“, sagte Green in einer Erklärung.

Globales Interesse und Auswirkungen

Die europäische Ausgabe zieht weltweit über 150 Millionen Zuschauer an und hat die Karrieren von Künstlern wie ABBA, Celine Dion und Olivia Newton-John in die Höhe katapultiert.

Das große Finale des Wettbewerbs ist ein prägendes Event im LGBTQ+-Kalender und zieht auf dem Kontinent großes Interesse an, wobei einige der talentiertesten, skurrilsten und vielseitigsten Künstler Europas präsentiert werden.

Politische Kontroversen

In den letzten Jahren wurde das glitzernde Spektakel, das zur Feier der Einheit gedacht ist, von globalen Konflikten überschattet, die auf die Bühne gelangten. Russland wurde seit der Invasion in die Ukraine im Jahr 2022 von dem Wettbewerb ausgeschlossen und betreibt nun eine eigene rivalisierende Variante des Wettbewerbs.

Boykott und neue Regeln

Mehrere Länder, darunter Spanien, Irland, Slowenien, Island und die Niederlande, boykottieren in diesem Jahr die Hauptveranstaltung, die im Mai in Wien stattfinden wird, nachdem die Organisatoren Israel die Teilnahme erlaubt haben, trotz der Forderungen, das Land wegen des Krieges in Gaza auszuschließen.

Spanien gehört zu den sogenannten Big Five – zusammen mit dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Italien und Deutschland – die am meisten finanziell zum Wettbewerb beitragen und einen automatischen Zugang zum Finale erhalten.

Die Mitglieder der Europäischen Rundfunkunion (EBU), dem Hauptorganisator des Eurovision Song Contests, haben in diesem Jahr neue Regeln eingeführt, die darauf abzielen, die Neutralität zu verbessern und zu verhindern, dass Regierungen überproportionalen Einfluss auf die Abstimmungen nehmen.

Im vergangenen Jahr sicherte sich der österreichische Sänger JJ den Pokal mit seiner opernhaften Pop-Hymne „Wasted Love“. Die israelische Künstlerin Yuval Raphael, eine Überlebende der Angriffe der Hamas am 7. Oktober, landete mit ihrem Auftritt von „New Day Will Rise“ auf dem zweiten Platz.