Am 8. Jänner 2026 kam es im Burgenland, Österreich, zu einem schockierenden Vorfall, bei dem eine 73-jährige Frau Opfer eines perfiden Betrugs wurde. Die Betrüger, die sich als Polizeibeamte ausgaben, nutzten eine erschreckende Geschichte, um die Seniorin zu erpressen. Die Täter behaupteten, die Tochter der Frau habe bei einem Verkehrsunfall eine schwangere Frau verletzt und das ungeborene Kind getötet. Um die Tochter vor einer drohenden Haftstrafe zu bewahren, forderten die Betrüger eine Kaution in Höhe von 130.000 Euro.
Unter dem Vorwand, die Kriminalbeamte aus Wien einzusetzen, drängten die betrügerischen Anrufer die Frau zur sofortigen Geldübergabe. Ein männlicher Komplize gab sich als Rechtsanwalt oder Staatsanwalt aus und unterstützte die dreiste Masche. In einer emotionalen Inszenierung war im Hintergrund zudem eine Person zu hören, die als die vermeintliche Tochter der Frau weinte.
Die Geldübergabe
Die verzweifelte Frau übergab letztendlich einen mittleren fünfstelligen Betrag an einen Mann in Wiener Neustadt, Niederösterreich. Der Mann wurde wie folgt beschrieben: 25 bis 30 Jahre alt, schlank, etwa 170 cm groß, trug einen langen schwarzen Wollmantel und eine dunkle Jeanshose. Auffällig waren auch seine kinnlangen, lockigen schwarzen Haare und die gepflegte Erscheinung. Er hatte eine schwarze Umhängetasche oder Messenger Bag dabei.
Nachdem die Geldübergabe erfolgt war, gelang es der Frau, Kontakt zu ihrer Tochter herzustellen und somit den Betrug zu entdecken. Es offenbarte sich, dass es keinen Verkehrsunfall gegeben hatte und die Geschichte lediglich als perfides Täuschungsmanöver diente.
Vorsicht vor Betrügern
Der Vorfall ist nicht isoliert; die Methode der Betrüger ist im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt. Wie die Polizei-Beratung erklärt, zielen diese Betrüger oft auf ältere Menschen ab und verwenden Variationen der gleichen Masche, indem sie sich als Polizisten oder andere Amtspersonen ausgeben, und mit Zeitdruck arbeiten, um Wertsachen oder Geld zu erpressen. Anrufe von vermeintlichen Polizeibediensteten, die Geld fordern, sind häufig ein Zeichen für Betrug. Die Polizei wird niemals am Telefon um Geldbeträge bitten oder in solch einer Weise Druck ausüben.
Die Verbraucherzentrale rät betroffenen Personen, in solchen Fällen sofort aufzulegen und Kontakt zur Polizei aufzunehmen. Es ist wichtig, keine Details über finanzielle Verhältnisse preiszugeben und auf Forderungen nicht zu reagieren. Zudem sollte niemals Geld an unbekannte Personen übergeben werden. Im Zweifelsfall sollte die Identität der anrufenden Personen überprüft werden.
Empfohlene Verhaltensweisen
- Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
- Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen den Dienstausweis.
- Rufen Sie selbstständig bei der betreffenden Behörde an, um die Authentizität zu verifizieren.
- Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
- Informieren Sie Verwandte und Freunde über die Betrugsmaschen.
Diese erschreckende Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, wachsam zu sein und sich über gängige Betrugsmaschen zu informieren. Die Polizei bittet alle Bürger zur Vorsicht und Konsultation von verlässlichen Informationsquellen, wenn es um sensible finanzielle Angelegenheiten geht. Weitere hilfreiche Informationen finden Sie auf [5min] und [Polizei-Beratung] sowie [Verbraucherzentrale].