Am 23. Dezember 2025 präsentiert sich die Wetterlage für den bevorstehenden Heiligabend in vielen Teilen Österreichs und Deutschlands sehr unterschiedlich. Während in Wien mit einem klassischen winterlichen Heiligabend mit Schnee zu rechnen ist, bleibt in Deutschland die Hoffnung auf weiße Weihnachten eher gering.

Laut 5min.at wird am 24. Dezember in Wien bis zum Mittag verbreiteter Schneefall erwartet. Autofahrer sollten sich auf rutschige Straßen und Gehwege einstellen. Das Schneefall-Niederschlagsgebiet wird vor allem in tiefen Lagen als Schnee fallen und könnte bis zum Nachmittag nachlassen, wobei die Wolkendecke bestehen bleibt. Die Temperaturen sollen zwischen 1 und 2 Grad liegen, wodurch die Luft frisch und kühl wirkt. Ein schwacher bis mäßiger Nordostwind trägt zur winterlichen Stimmung bei.

Schneefall in Deutschland

Im Gegensatz dazu sind die Aussichten für weiße Weihnachten in Deutschland eher pessimistisch. Laut Informationen von ZDF bleibt Schneefall an Heiligabend in Deutschland weitgehend unwahrscheinlich. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) vermeldet, dass im Süden Deutschlands, insbesondere in den östlichen Mittelgebirgen, ein kleines Höhentief geringen Schneefall mit sich bringen könnte, dieses jedoch voraussichtlich nur 1 bis 3 cm Schnee bringt. Im Vergleich über ganz Deutschland hinweg wird der 24. Dezember durch frostige Temperaturen von bis zu -10 Grad in einigen Mittelgebirgslagen gekennzeichnet sein. Das DWD prognostiziert für dieses Weihnachten die kältesten Temperaturen seit 15 Jahren, mit Durchschnittswerten von -2 bis -3 Grad.

Die Perspektive auf Schneefall variiert jedoch stark, im Norden Deutschlands ist tagsüber viel Sonnenschein zu erwarten, während die Temperaturen häufig unter 0 Grad bleiben, was zu Dauerfrost führt. Historisch betrachtet sind weiße Weihnachten extrem selten geworden; in den letzten 100 Jahren gab es nur sechsmal am 24., 25. und 26. Dezember eine durchgehende Schneedecke von mindestens einem Zentimeter, zuletzt 2010.

Wetterstatistiken und Trends

Die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten hat sich über die letzten Jahrzehnte stark verringert. Eine Analyse bei Geo zeigt, dass im Zeitraum von 1961 bis 1990 in München statistisch jedes dritte Jahr mit Schnee zu rechnen war, doch dieser Wert sank bis 2020 auf jedes neunte Jahr. Diese Tendenz zeigt, dass sich die Abstände zwischen den verschneiten Weihnachten verlängern, und die Winter in Deutschland in den letzten Jahren milder wurden. Der vergangene Winter war der insgesamt 14. zu milde Winter in Folge.

Ein besonders bemerkenswertes Phänomen ist das sogenannte Weihnachtstauwetter, das mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent auftritt. Die Prognosen deuten darauf hin, dass die Chancen auf weiße Weihnachten in der Südhälfte Deutschlands ungünstig sind, während in den Alpen und anderen Höhenlagen höhere Wahrscheinlichkeiten für Schnee bestehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Heiligabend in Wien mit Schnee und winterlichen Bedingungen aufwartet, während in Deutschland die Wahrscheinlichkeit auf eine weiße Weihnacht niedrig bleibt und vor allem in den tiefen Lagen kaum Hoffnung besteht.