Riesenskandal: Böhler-Spital in Wien ohne lebensrettenden Schockraum!

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Das Lorenz-Böhler-Spital in Wien wird saniert, jedoch ohne Schockraum. Kritik von Ärztekammer zur Versorgung Schwerstverletzter.

Das Lorenz-Böhler-Spital in Wien wird saniert, jedoch ohne Schockraum. Kritik von Ärztekammer zur Versorgung Schwerstverletzter.
Das Lorenz-Böhler-Spital in Wien wird saniert, jedoch ohne Schockraum. Kritik von Ärztekammer zur Versorgung Schwerstverletzter.

Riesenskandal: Böhler-Spital in Wien ohne lebensrettenden Schockraum!

Das Lorenz-Böhler-Spital in Wien steht vor umfassenden Veränderungen, die sowohl die Struktur als auch die versorgungsmedizinische Ausstattung betreffen. Im Zuge einer Sanierung wird das Spital um einen Modulteil ergänzt, doch die daraus resultierenden Pläne zur akuten Versorgung von Schwerstverletzten sorgen für Unmut. Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) hat bekannt gegeben, dass am Standort keine Schockraum- oder Polytraumaversorgung vorgesehen ist. Dies wirft grundlegende Fragen zur Patientensicherheit auf und führt zu scharfer Kritik von Seiten der Wiener Ärztekammer.

Die Ärztekammer bezeichnet diese Entwicklungen als „mehr als bedenklich“. Insbesondere Eduardo Maldonado-González, der Vizepräsident der Ärztekammer, äußert ernsthafte Bedenken bezüglich des geplanten „Downgradings“ der Intensivstation im AUVA-Traumazentrum Brigittenau. In seiner Stellungnahme hebt er die essentielle Bedeutung von Intensivbetten hervor und verweist auf einen tragischen Vorfall in Oberösterreich, bei dem eine Patientin von mehreren Spitälern abgewiesen wurde und daran starb.

Kritik an den Plänen für Schockraum

Maldonado-González schildert, dass ein Unfallspital einen vollwertigen Schockraum benötigt. Die aktuelle Planung, einen „Akut-Interventionsraum mit Anbindung zum CT“ vorzusehen, genügt seinen Worten nach nicht den Anforderungen einer adäquaten Notfallversorgung. Diese Situation führt zu Spekulationen über die Zukunft des AUVA-Traumazentrums Brigittenau und erzeugt Verunsicherung unter den Mitarbeitenden, was die Weiterführung ihrer Arbeitsplätze betrifft.

Zusätzlich hat die AUVA um eine Verlängerung der Betriebsbewilligung für das bestehende Gebäude angesucht, deren Genehmigung Ende 2025 ausläuft. Maldonado-González fordert daher dringend Klarheit über die Fortführung der Betriebsvereinbarung, die besonders hinsichtlich Teamsystem, Mindestbesetzung der Dienstmannschaft und Anästhesie von Bedeutung ist.

Die Situation rund um das Lorenz-Böhler-Spital zeigt, wie wichtig eine zuverlässige Notfallmedizin ist. Mit diesen Veränderungen stehen nicht nur die Mitarbeitenden, sondern auch zukünftige Patientinnen und Patienten vor einer ungewissen Zukunft. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um die versorgungsmedizinische Qualität in Wien aufrechtzuerhalten und das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzugewinnen. Weitere Informationen finden Sie auf oe24 oder Calculatorsoup.