Am 3. Dezember 2025 hat die Initiative „Ich bin dein Rettungsanker“ des Frauenservice Wien ein entscheidendes Update erhalten. Ziel der Initiative ist es, Unterstützung und sichere Anlaufstellen für Frauen in bedrohlichen Situationen bereitzustellen. Besonders gefährdete Frauen und Mädchen sollen dadurch besser geschützt werden. Die Parkraumüberwachung der Stadt Wien spielt seit 2023 eine zentrale Rolle in dieser Initiative, indem sie als erste Anlaufstelle für von Gewalt betroffene Personen agiert. OTS berichtet, dass bereits knapp 200 Mitarbeiter*innen der Parkraumüberwachung geschult wurden, um ein höheres Bewusstsein für mögliche Interventionen zu entwickeln. Weitere Schulungen sind für die nahe Zukunft geplant.
Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaál hebt die Dringlichkeit des Gewaltschutznetzes hervor und betont die Notwendigkeit, das individuelle Sicherheitsgefühl der Frauen zu stärken. Die Initiative verfolgt drei entscheidende Säulen: Wissensvermittlung und Schulungen, Bewusstseinsbildung sowie strukturelle Maßnahmen und Prävention. Der Startschuss fiel 2018 am Donauinselfest und seitdem hat sich viel getan, um den Schutz von Frauen zu verbessern.
Schulungs- und Unterstützungsangebote
Die Abteilungsleiterin der MA 67, Michelle Krumpschmid, betont die Sichtbarkeit der Mitarbeiter*innen der Parkraumüberwachung, die nicht nur tagsüber, sondern auch in den Abendstunden präsent sind. Dies soll das Sicherheitsgefühl der Frauen im öffentlichen Raum erhöhen. Laura Wimmer, Leiterin des Frauenservice Wien, unterstreicht die Bedeutung der Parkraumüberwachung als erste Anlaufstelle für Frauen, die Unterstützung benötigen. Die Initiative zielt darauf ab, das Bewusstsein für sexuelle Belästigung aktiv zu schärfen. Rettungsanker verfolgt dabei das Motto: „Wir schauen aufeinander und Wien schaut auf dich“.
Darüber hinaus gibt es spezialisierte Anlaufstellen, die sich mit Gewalt gegen Frauen auseinandersetzen und konkret Hilfe anbieten. Die Initiative bietet Schulungen für Sicherheitspersonal und Mitarbeitende von Veranstaltungsorten an, um die Effizienz der Unterstützung in kritischen Situationen zu erhöhen.
Prävention und Sensibilisierung
Um Gewalt gegen Frauen zu verhindern, sind Prävention und Intervention von entscheidender Bedeutung. Frauen gegen Gewalt betont, dass die Zielsetzung darin besteht, Handlungssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen und Warnzeichen frühzeitig zu erkennen. Sensibilisierung und Weiterbildung sind daher unerlässlich, um Anzeichen von Gewalt zu erkennen und angemessen zu intervenieren. Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse stehen Frauen und Mädchen zur Verfügung, um ihre Schutzfähigkeiten und das Selbstbewusstsein zu stärken.
Die Verantwortung für Gewalt liegt stets bei den Tätern, nicht bei den Opfern. Gewaltprävention umfasst zudem die Beseitigung von Stereotypen und Diskriminierung, insbesondere in Zusammenhang mit geschlechtsspezifischer Gewalt. Bildung, soziale Unterstützung und wirtschaftliche Gleichstellung sind wichtige Faktoren, um das Risiko häuslicher Gewalt zu minimieren, wie eine Studie der WHO zeigt.
Insgesamt zeigt die Initiative „Ich bin dein Rettungsanker“ ein starkes Engagement für die Sicherheit und den Schutz von Frauen in Wien. Das umfangreiche Netzwerk aus Schulungen, Sensibilisierung und direkter Unterstützung wird dazu beitragen, dass Übergriffe keinen Platz haben und Frauen in kritischen Momenten die Unterstützung erhalten, die sie benötigen.