Prognose 2026: Wien rutscht im Immobilienranking weiter ab!
PwC präsentiert die Studie "Emerging Trends in Real Estate 2026" am 25. November in Wien; Deglobalisierung als zentrales Risiko.

Prognose 2026: Wien rutscht im Immobilienranking weiter ab!
Am 25. November 2025 präsentierte PwC Österreich die Studie „Emerging Trends in Real Estate 2026“ im Wiener DC Tower, an der über 100 Fachleute aus der Immobilienwirtschaft teilnahmen. Diese umfassende Analyse beleuchtet die Zukunft des europäischen Immobilienmarktes, der von Unsicherheiten, strukturellem Wandel und technologischem Fortschritt geprägt ist. Laut der Studie könnten geopolitische Unsicherheiten und der Druck auf leistbaren Wohnraum zu den größten Herausforderungen für die Branche im kommenden Jahr werden.Leadersnet berichtet, dass rund 70 % der befragten Immobilienexperten die Auswirkungen der Deglobalisierung als kritisch bewerten.
Diese Einschätzung ist alarmierend, insbesondere da mehr als doppelt so viele Experten im Vergleich zum Vorjahr diese Sichtweise teilen. Deglobalisierung wird als zentraler Risikofaktor identifiziert, der internationale Kapitalströme einschränkt und grenzüberschreitende Transaktionen erschwert. Geopolitische Unsicherheiten wurden von 90 % der Befragten als bedeutsame Herausforderung genannt, während 79 % den Druck auf die Schaffung von leistbarem Wohnraum als kritisch einstufenImmobilien Investment.
Aktuelle Herausforderungen und Trends
Die Studie zeigt, dass hohe Baukosten, ein anspruchsvolles Finanzierungsklima und knappe Flächen weitere Herausforderungen darstellen. Marius Richter, einer der Diskutanten der Podiumsdiskussion, beschreibt die Branche als anspruchsvoll, sieht jedoch auch Potenzial für innovative Konzepte. Insbesondere die Verschiebung zu operativen, infrastrukturellen Assetklassen, wie Rechenzentren und neuer Energieinfrastruktur, steht im Fokus der Investoren.
Laut den Experten orientieren sich Investoren zunehmend an langfristigen Trends wie Demografie, Digitalisierung und Dekarbonisierung. In diesem Kontext geben 75 % der Unternehmen an, bereits KI-basierte Anwendungen zu nutzen, ein Anstieg von 51 % im Jahr 2024. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz soll vor allem in den Bereichen Vermietung, Objektmanagement, Planung und Asset Management zunehmen, wobei 90 % der Firmen einen verstärkten Einsatz in der Vermietung planenOTS.
Attraktivität der Investitionsstandorte
Im Ranking der attraktivsten europäischen Investitionsstandorte haben London, Madrid und Paris erneut die Spitzenplätze eingenommen. Wien hingegen ist im Ranking von Platz 13 auf 17 gefallen. Diese Abwertung wird auf eine schwache Konjunktur und regulatorische Unsicherheiten im Residential-Segment zurückgeführt. Die zusätzlichen Herausforderungen sowie die sich verändernden Marktbedingungen könnten die Wettbewerbsfähigkeit Wiens beeinflussen, so die ExpertenLeadersnet.
Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen die Notwendigkeit von Anpassungen und Innovationen in der europäischen Immobilienbranche, um angesichts der Herausforderungen der Deglobalisierung und des Drucks auf leistbaren Wohnraum erfolgreich zu agieren.