Die Pizzeria MIO hat ihren zweiten Standort, „MIO am Stadtpark“, im 3. Bezirk Wiens eröffnet. Dieser neue Standort wurde am Montag offiziell in Betrieb genommen und befindet sich an der Landstraßer Hauptstraße, unweit von Wien Mitte. MIO am Stadtpark folgt dem Erfolg des ersten Lokals im Donauzentrum, das seit 2022 besteht und sich auf neapolitanische Pizza spezialisiert hat. Der Europameister im Pizzabacken 2024, Antonio Arino, und sein Vater Pasquale leiten die Küche.
Insgesamt beschäftigt MIO 70 Mitarbeiter, die sich auf die Zubereitung von Pizzen konzentrieren, deren Teig rund 48 Stunden reift. Viele Zutaten stammen direkt aus Italien, was der Qualität der Speisen einen hohen Stellenwert verleiht. Antonio Arino betont, dass sowohl Erfahrung als auch die richtige Teigführung entscheidend für einen hervorragenden Pizzagenuss sind. Das Restaurant bietet eine bewusst schlanke Speisekarte, die die Qualität und das Handwerk in den Vordergrund stellt und monatlich etwa zwei Tonnen Mozzarella verarbeitet.
Erfolg durch Qualität und Tradition
Die pizzeria MIO hat sich bereits einen Namen gemacht, vor allem durch den Gewinner des Wettbewerbs „European Pizza Excellence Germany“. In dieser hochkarätigen Veranstaltung, die den Titel des Europameisters im Pizzabacken vergibt, wurde Antonio Arino als Sieger gekrönt. Der Wettbewerb war in zwei Pizzakategorien aufgeteilt: Pizza Classica Gourmet und Pizza Napoletana Moderna. Antonio Arino bringt nicht nur sein Können mit, sondern hat auch ein Diplom mit Spezialisierung auf modernes Brotbacken an der Alma International Cooking School erworben. Seine Ausbildung ermöglicht es ihm, traditionelle Techniken mit modernen Ansätzen zu kombinieren.
Das erste MIO-Lokal im Donauzentrum hat sich als erste Adresse für traditionelle neapolitanische Pizza in Wien etabliert. Die Wurzeln der neapolitanischen Pizza reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück, wo sie als einfaches Fladenbrot mit Tomaten und Gewürzen entstand. Die berühmte Pizza Margherita, die 1889 für Königin Margherita von Savoyen kreiert wurde, ist ein weiteres Beispiel für die kulinarische Entwicklung dieser Pizzaart. Die kulinarische Tradition und deren Verbreitung sind nahezu zeitgenössisch mit der italienischen Auswanderung im 19. und 20. Jahrhundert verbunden.
Neapolitanische Pizza: Eine geschützte Tradition
Die neapolitanische Pizza, die inzwischen zu einem nationalen Symbol Italiens geworden ist, wurde 2017 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Um die Originalität und die Qualität der neapolitanischen Pizza zu schützen, gibt es die Associazione Verace Pizza Napoletana (AVPN), die Pizzerien zertifiziert, die authentische neapolitanische Pizza anbieten. Die strengen Vorschriften der AVPN schränken die Zutaten und Zubereitungstechniken ein und garantieren das hohe Niveau der Speisen.
Der Teig muss aus speziellen Mehlen bestehen, und die Pizza wird traditionell in einem Holzofen bei etwa 450°C gebacken. Wesentliche Merkmale sind ein ausgeprägter Cornicione, frische Zutaten und eine weiche, elastische Textur. Zahlreiche internationale Veranstaltungen fördern die Tradition und Expertise, die mit der neapolitanischen Pizza verbunden ist. So hat sich die Pizzeria MIO nicht nur der Zubereitung, sondern auch der Verbreitung dieser einzigartigen Kulinarik verpflichtet.
Inhaber Jakob Baran sieht die Expansion des Unternehmens als logischen Schritt und plant bereits weitere Standorte. Dieser Ausbau wird als Zeichen für die zunehmende Etablierung der neapolitanischen Pizza in Wien gewertet und könnte den Genuss der authentischen italienischen Küche weiter verbreiten.
Für mehr Informationen über die neapolitanische Pizza und ihre Geschichte besuchen Sie pizza-schule.de. Weitere Details zu MIO und aktuellen Entwicklungen finden Sie auf krone.at und kurier.at.