Am 16. Oktober 2025 wird der neu gestaltete „Pier 22“ in Wien für die Öffentlichkeit zugänglich. Mit dem Abschluss der letzten Bauphase der Umgestaltung der ehemaligen „Sunken City“ stehen den Besuchern künftig rund 13.000 m² modern gestalteter Fläche zur Verfügung. Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy hebt hervor, dass die Neugestaltung einen bedeutenden Gewinn für die Bewohner der Donaustadt darstellt. Die erfolgreiche Sommer-Saison hat gezeigt, dass das Projekt großen Anklang findet.
Ab morgen wird ein neues Sportfeld mit einem regensicheren Dach und einer Solaranlage in Betrieb genommen. Die Sommersaison 2024 erlebte den erfolgreichen Start des ersten Abschnitts, während der zweite Abschnitt pünktlich zu Beginn des Sommers 2025 fertiggestellt wurde. Beide Abschnitte bieten eine Fitnesslandschaft sowie zahlreiche kostenlose Sitz- und Liegeflächen auf etwa 8.000 m².
Vielfältige Angebote am Pier 22
Zudem wurden zwei feste Lokale eröffnet: das „Café Pier 22“ und das „Outdoor Café“. Während das „Café Pier 22“ ganzjährig gesunde Snacks anbietet, überzeugt das „Outdoor Café“ mit einer Terrasse und einem Angebot, das sowohl südamerikanische als auch österreichische Spezialitäten umfasst. Überdies ergänzen temporäre „Food-Trucks“ das kulinarische Angebot in der neuen Waterfront.
Das multifunktionale Sportfeld wird nicht nur mit modernen WC-Anlagen ausgestattet, sondern bietet auch Tribünen für Trainings und Veranstaltungen. Die komplette Umgestaltung zielt darauf ab, eine offene Parklandschaft auf der oberen Ebene sowie breite Uferpromenade auf der untersten Ebene zu schaffen.
Die Umgestaltung berücksichtigt auch die Hochwasserschutzauflagen der Neuen Donau. Erst kürzlich hat die Region ein Rekord-Hochwasser im September 2024 überstanden, wodurch die Relevanz solcher Maßnahmen besonders deutlich wird.
Nachhaltige Energieversorgung und geplante Eröffnungen
Das Sportfeld ist mit 90 Photovoltaik-Elementen ausgestattet, die eine Leistung von 40,65 kWp liefern. Zudem wird ein Insel-Restaurant in Planung gebracht, welches mit 84 PV-Elementen und 38,20 kWp ausgestattet sein wird. Der Überschuss an Solarstrom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Die Eröffnung des „Insel-Restaurants“ ist für den Sommer 2026 vorgesehen und wird regionale sowie mediterrane Küche anbieten, darunter Pasta und Steinofenpizza.
Die positive Resonanz auf die gestalteten Bereiche und Angebote von „Pier 22“, welche durch eine Online-Umfrage mit über 9.000 Teilnehmern den Namen festlegten, zeigt, dass die Umgebung als beliebte Freizeitdestination an Bedeutung gewinnt. Die kreative Neugestaltung der ehemaligen „Sunken City“ stellt somit nicht nur einen Leuchtturm der modernen Stadtentwicklung dar, sondern auch ein Beispiel für die Integration naturbasierter Lösungen, die Förderung der Gemeinschaft und nachhaltige Energieversorgung.
Initiiert durch Projekt „URBACT“, wird auch auf europäischer Ebene der Austausch über verschiedene Ansätze der naturbasierten Stadtentwicklung gefördert. Nicht zuletzt durch innovative Projekte in Städten wie Limerick oder Veszprém wird die Bedeutung der Integration von Natur in die städtische Infrastruktur immer deutlicher, wie auch unterstrichen von Urbact.