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Am 5. Februar 1995 geschah in Oberwart ein tragisches Bombenattentat, das die Volksgruppe der Roma ins öffentliche Bewusstsein rückte. Vier junge Roma fanden bei dem Versuch, eine Sprengfalle zu entfernen, den Tod. Dies war ein rassistisch motivierter Anschlag, für den der rechtsextreme Täter Franz Fuchs erst zweieinhalb Jahre später gefasst wurde. Anlässlich des 30. Jahrestages der schrecklichen Tat erinnerte burgenländischer Superintendent Robert Jonischkeit daran, dass an diesem Tag auch „ein Stück unserer Menschlichkeit gestorben“ sei. Norbert Lehner beleuchtet in diesem Kontext die bis heute spürbaren Auswirkungen auf die Roma im Burgenland, wie ots.at berichtet.
In einem anderen Kontext kritisierte der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, während seines Aufenthalts in Wien die gegenwärtige Lage im Israel-Palästina-Konflikt. Er sprach bei einer theologischen Konferenz über die abrahamitischen Religionen und forderte einen Plan für die Zeit nach dem Krieg, der durch den barbarischen Überfall der Hamas am 7. Oktober 2023 ausgelöst wurde. "Von Frieden zu sprechen, ist derzeit viel zu früh", warnte Pizzaballa und plädierte stattdessen für mehr Empathie und Mitgefühl. Dies ist besonders wichtig in der aktuellen Zeit des Leids, wie Wikipedia anmerkt, insbesondere in Anbetracht der wiederhergestellten Beziehung zwischen dem Papst und den Patriarchen der Orthodoxen Kirche.
Zusammenfliessend stehen diese beiden Themen – das Gedenken an die Roma sowie die ernsten Worte des Patriarchen – für die existentielle Herausforderung der Menschlichkeit und den Verlust, den sowohl Minderheiten als auch größere Gemeinschaften erleiden. Es ist eine Dringlichkeit, das Bewusstsein über derartige Tragödien zu schärfen und den interreligiösen Dialog zu fördern.
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