Heute, am 8. Februar 2026, startet in Niederösterreich die Zukunftsinitiative „Mein Land denkt an morgen“. Diese Initiative hat zum Ziel, zentrale Zukunftsfragen durch gezielte Zukunftsgespräche zu beleuchten. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hebt die Wichtigkeit hervor, die Meinungen der Bevölkerung zu verstehen, um auf dieser Basis langfristige Strategien zu entwickeln. Die Diskussionen werden von wissenschaftlichen Analysen, Bürgerbefragungen und politischen Fragestellungen geleitet und bieten einen Raum für den Austausch zwischen Experten, politischen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit. Friedrich Faulhammer, der die Initiative leitet, beschreibt die Gespräche als Plattform für Analyse und Austausch.

Ein zentrales Anliegen der Initiative sind der Ausbau der Kinderbetreuung sowie der Gesundheitsplan 2040+, der das Gesundheitssystem Niederösterreichs zukunftsfähig machen soll. Niederösterreich hat bereits den ersten Platz unter den Bundesländern im Bereich Kinderbetreuung erreicht. Im ersten Quartal 2026 wird zudem eine neue Wirtschaftsstrategie 2030+ vorgestellt, bei der der Fokus auf Digitalisierung, dem Abbau bürokratischer Hürden und der Innovationsförderung liegt. Damit sollen optimale Rahmenbedingungen für Wissenschaft und Forschung geschaffen werden.

Gesundheitsplan 2040+

Die Herausforderungen im Gesundheitswesen werden durch die Akteure der Landesgesundheitsagentur Niederösterreich (LGA) adressiert. Verantwortliche wie Dr. Markus Klamminger, Direktor für Medizin und Pflege, und andere führende Persönlichkeiten aus dem Gesundheitssektor engagieren sich im Kontext des neuen Gesundheitsplans. Ziel ist es, eine zukunftsorientierte, robuste Gesundheitsinfrastruktur zu schaffen, die den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht wird. Die Gesundheitsversorgung wird hierbei durch ein Expertengremium unterstützt, das aus Fachleuten wie Dr. Gerald Bachinger, einem ehemaligen Patientenanwalt, und Mag. Johannes Angerer von der MedUni Wien besteht.

Fokus auf Bürgerbeteiligung

Die Zukunftsgespräche sind nicht nur eine Möglichkeit für politische Entscheidungsträger, sondern auch ein Forum für die systematische Erhebung von Bürgermeinungen. Diese Daten bilden die Grundlage für belastbare Diskussionen über künftige Maßnahmen. Im Zuge der Initiative wird das Demokratieradar eingesetzt, um Beobachtungen über das Vertrauen in demokratische Prozesse zu dokumentieren.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der zukünftigen Entwicklungen ist die Handreichung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), die im März 2025 veröffentlicht wurde. Diese Publikation bietet Einsichten in Planungstools für die Entwicklung evidenzbasierter Präventionsstrategien, wobei der Ansatz „Communities That Care“ als wichtiges Instrument betrachtet wird. Diese Planungstools unterstützen die koordinierte Zusammenarbeit zwischen den Akteuren verschiedener Ressorts und fördern die integrierte kommunale Strategieentwicklung.

Die Implementierung solcher Strategien ist entscheidend, um die Gesundheitsförderung ganzheitlich zu gestalten und eine umfassende Unterstützung für die Bevölkerung zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang werden auch zahlreiche andere Planungstools vorgestellt, die sich als nützlich erweisen können. Integrierte Ansätze haben sich in mehreren deutschen Kommunen bereits als erfolgreich erwiesen und sollen auch in Niederösterreich Anwendung finden.

Die Ergebnisse und Berichte der Zukunftsinitiative werden auf der Plattform meinlanddenktanmorgen.at veröffentlicht. Damit wird nicht nur Transparenz geschaffen, sondern auch eine breitere Öffentlichkeit in die nächsten Schritte eingebunden.