Wien

Neue Wasserleitung sichert die Obere Lobau vor Austrocknung

Natürlicher Lebensraum in Gefahr: Neue Wasserleitung bringt Rettung für die Trockenheit in der Lobau

Seit langem ist die Obere Lobau als Hochwasserschutz von der Donau abgetrennt, was sie anfällig für Hitze und Trockenheit macht. Um sie vor dem Austrocknen zu bewahren, wurde eine neue Groß-Wasserleitung in Betrieb genommen. Diese bringt mehr Wasser aus der Neuen Donau in die Obere Lobau.

Schon seit Jahren schützt eine Zuleitung aus der Neuen Donau über das Mühlwasser die Obere Lobau vor dem Vertrocknen. Aufgrund von zunehmenden Trockenperioden reicht dies jedoch nicht mehr aus. Die neue 85 Meter lange Zuleitung soll Abhilfe schaffen. Das neue Leitungsrohr verläuft unter der Raffinieriestraße bis zur Panozzalacke, von wo aus das Wasser über bestehende Gerinne zu den weiteren Gewässern der Oberen Lobau fließt.

Durch das neue Rohr kann nun dreimal so viel Wasser wie bisher aus der Neuen Donau fließen, insgesamt rund 1.500 Liter Wasser pro Sekunde. Das saubere Wasser aus der Neuen Donau wird nur in den Monaten März bis Oktober zugeleitet. Die Extreme Trockenheit soll verhindert werden, während das natürliche Auf und Ab des Grundwasserspiegels für Tiere und Pflanzen erhalten bleibt.

Die Untere Lobau darf hingegen nicht durch Zufluss unterstützt werden, da sich dort Trinkwasserbrunnen für die Notversorgung Wiens befinden. Dennoch soll langfristig auch die Untere Lobau vom Anheben des Grundwasserspiegels profitieren. Die Stadt Wien erwartet auch eine Verbesserung der Wasserqualität in der Panozzalacke als Resultat der neuen Wasserleitung in der Oberen Lobau.

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