Am 16. Jänner 2026 ereignete sich auf der B123, der Mauthausener Straße im Bezirk Perg, ein schwerer Verkehrsunfall, der durch massive Alkoholisierung eines der Fahrer verursacht wurde. Gegen 23 Uhr kollidierte ein 43-jähriger Autofahrer aus dem Bezirk Amstetten mit einem vorausfahrenden Fahrzeug, das von einem 37-jährigen Mann aus Wien gelenkt wurde. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem 43-Jährigen eine alarmierende Blutalkoholkonzentration von 2,4 Promille, was ihm den Führerschein an der Unfallstelle kostete. Der 37-Jährige erlitt bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen und wurde umgehend ins Kepler Universitätsklinikum Linz gebracht. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, um den genauen Unfallhergang zu klären und den verantwortlichen Fahrer zur Rechenschaft zu ziehen.
Die Gefahren von Alkohol am Steuer sind bekannt. Laut dem ADAC erhöht Alkoholkonsum das Unfallrisiko signifikant, und sogar geringe Mengen können zu einer Beeinträchtigung der Reaktionsfähigkeit und des Urteilsvermögens führen. Die gesundheitlichen und rechtlichen Folgen sind gravierend, da alkoholbedingte Verkehrsunfälle oft zu schweren Verletzungen oder gar Todesfällen führen. Allein in Deutschland verunglückten im Jahr 2023 über 18.000 Menschen in alkoholbedingten Unfällen, wobei 198 Personen ihr Leben verloren.
Rechtliche Konsequenzen bei Alkoholkonsum
Die rechtlichen Folgen für Fahrer, die mit 0,3 Promille oder mehr hinter dem Steuer erwischt werden, können schwerwiegend sein. Ab diesem Grenzwert können Geldstrafen, Fahrverbote und Punkte in Flensburg die Konsequenzen sein. Ab 0,5 Promille drohen bereits Bußgelder ab 500 Euro sowie ein einmonatiges Fahrverbot. Bei einer Belastung von 1,1 Promille gilt der Fahrer rechtlich als absolut fahruntüchtig, was schwerwiegende strafrechtliche Maßnahmen wie Geld- oder Freiheitsstrafen zur Folge haben kann. Für Fahranfänger und Personen unter 21 Jahren gilt ein striktes Alkoholverbot, und schon bei 0,3 Promille kann es zu einer Strafbarkeit kommen, wenn zudem Ausfallerscheinungen festgestellt werden.
Die Verluste durch den Führerscheinentzug können für Betroffene erhebliche Auswirkungen auf deren Mobilität und Alltag haben. Wer wieder einen Führerschein erlangen möchte, muss oft eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) absolvieren, deren Kosten sich auf bis zu 3.000 Euro belaufen können, wobei nur etwa 60% der Teilnehmer beim ersten Versuch bestehen.
Im Fall des Unfalls auf der B123 hat die toxische Wirkung des Alkohols, die bei 2,0 Promille bereits ein Betäubungsstadium mit Gedächtnis- und Orientierungsstörungen hervorruft, offensichtlich fatale Folgen gehabt. Es ist zu hoffen, dass dieser Vorfall als Mahnung dient, um das Bewusstsein für die Gefahren des Alkoholkonsums im Straßenverkehr zu schärfen. Präventionsmaßnahmen, wie der Verzicht auf Alkohol oder die Nutzung alternativer Transportmittel, sind entscheidend, um solche tragischen Unfälle in Zukunft zu vermeiden.