Die Vinzenz Kliniken in Wien haben eine drohende Halbierung der Bettenkapazitäten in ihren Einrichtungen abgewendet. Dies wurde durch Gespräche mit der Stadt Wien, insbesondere mit Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ), ermöglicht. Ursprünglich sah der Regionale Strukturplan Gesundheit 2030 drastische Kürzungen vor, die in den Orthopädischen Kliniken erhebliche Auswirkungen auf die Patientenversorgung gehabt hätten. Das Orthopädische Spital in Speising und das Herz-Jesu-Krankenhaus wären besonders betroffen gewesen.

Dem neuen Beschluss zufolge sind nun zwar Bettenkürzungen im Bereich der Orthopädie vorgesehen, jedoch nicht in dem ursprünglich beabsichtigten Ausmaß. Geschäftsführer David Pötz sieht in der neuen Regelung einen positiven Auftrag zur weiteren Ambulantisierung und Digitalisierung der Versorgung. Die Zusammenarbeit mit dem Wiener Gesundheitsverbund zur Weiterentwicklung der Patientensteuerung wird auch fortgesetzt. Diese Gespräche sind wichtig, um negative Folgen für die Wiener Bevölkerung zu vermeiden, da die Kliniken zentrale Anlaufstellen für orthopädische Eingriffe sind.

Bettenreduzierung und ihre Folgen

Die geplanten Kürzungen bestrafen die Patienten mit längeren Wartezeiten für Operationen. So wird erwartet, dass die Betten im Orthopädischen Spital in Speising von 240 auf 116 und im Herz-Jesu-Krankenhaus von 90 auf 50 reduziert werden. Diese drastischen Einschnitte könnten auch erhebliche Versorgungslücken verursachen. Aktuell müssen Patienten bereits bis zu neun Monate auf Knie- oder Hüftprothesen warten.

Das Herz-Jesu-Krankenhaus behandelt jährlich etwa 50.000 Patienten und führt rund 6.200 Operationen durch, darunter 2.000 endoprothetische Eingriffe. Wenn die Bettenzahlen wie geplant reduziert werden, könnten die Wartezeiten für die 84 Prozent der Patienten, die aus Wien kommen, weiter ansteigen. Ähnlich versorgt das Orthopädische Spital Speising jährlich 75.000 Patienten, einschließlich Kinderorthopädie.

Die Leitung der Vinzenz Kliniken warnt, dass diese Reduktionen die Patienten zwingen könnten, länger auf Medikamente und andere gesundheitsfördernde Leistungen zu warten. Sie hoffen auf eine politische Lösung, um die Herausforderungen im Gesundheitssystem gemeinsam anzugehen. Die Gespräche mit Gesundheitsstadtrat Peter Hacker sind für die Geschäftsführer der Kliniken von grundlegender Bedeutung, um die Patientenversorgung in Wien zu sichern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Anpassungen im Regionalen Strukturplan Gesundheit 2030 eine wichtige Entwicklung darstellen, die sowohl für die Gesundheitsversorgung in Wien als auch für die betroffenen Kliniken von großer Bedeutung sind. Die zukünftige Ausgestaltung dieser Pläne wird entscheidend dafür sein, wie die orthopädische Versorgung in der Stadt aufrechterhalten werden kann.

Kleine Zeitung berichtet, dass die Vinzenz Kliniken besorgt über den RSG 2030 sind und die Auswirkungen auf die Patientenversorgung kritisch analysieren.

Weitere Informationen zu den Entwicklungen finden Sie bei ORF Wien und Austria Aktuell.