In der Nacht auf Mittwoch haben drei Jugendliche in einer Parkgarage in Wien-Neubau insgesamt 50 Autos aufgebrochen. Laut einem Bericht der Kleinen Zeitung handelt es sich um einen 16-Jährigen und zwei 15-Jährige, die mit einem Nothammer die Scheiben der Fahrzeuge einschlugen. Die Beute war ernüchternd: Nur wenig Geld, einige Brillen, Kaugummidosen und Zulassungsscheine wurden erbeutet. Die Jugendlichen sind amtsbekannt, und zwei von ihnen wurden in eine Justizanstalt überstellt.

Der Sozialpädagoge, der die Jugendlichen in einer Wohngruppe betreut, entdeckte das mutmaßliche Diebesgut in deren Zimmern und informierte die Polizei, was zur Festnahme der Verdächtigen führte. Während der 16-Jährige und einer der 15-Jährigen in Haft verblieben, wurde der dritte, 15-Jährige auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wieder auf freien Fuß gesetzt.

Hintergrund und Ausmaß von Jugenddelikten

Dieser Vorfall wirft ein Licht auf ein größeres Problem im Zusammenhang mit Jugendkriminalität. Auch die örtlichen Strafverfolgungsbehörden berichten von einer Reihe weiterer Auto-Delikte in der Region. Bei einem anderen Vorfall am 15. Dezember 2025 wurden in einer Aktion mit dem Landeskriminalamt Niederösterreich mehrere jugendliche und unmündige Täter gefasst, darunter ein 14-Jähriger und fünf Unmündige im Alter von 11 bis 13 Jahren, die für verschiedene Straftaten verantwortlich gemacht wurden, darunter mehrere Einbrüche in Autos. Die Jugendlichen stammen aus unterschiedlichen Ländern und einige leben in Krisenzentren in Wien (Mein Bezirk berichtet).

Die Delikte, die dieser Gruppe zur Last gelegt werden, umfassen mindestens 20.000 Euro Schaden durch unbefugten Gebrauch von Fahrzeugen sowie über zehn Einbrüche und Sachbeschädigungen. Die Behörden haben die Ermittlungen gegen diese Gruppe aufgrund der Schwere der Straftaten verstärkt.

Präventionsmaßnahmen und Entwicklungen

Die Zunahme jugendlicher Straftaten hat auch die Aufmerksamkeit des Bundesjugendministeriums auf sich gezogen, das an Handlungsstrategien zur Prävention von Kinder- und Jugendkriminalität arbeitet. Es wurde festgestellt, dass die Mehrheit der tatverdächtigen Jugendlichen nur einmal mit dem Gesetz in Konflikt kommt, während etwa 5-10% Wiederholungstäter sind und häufig als „Intensivtäter“ klassifiziert werden. Diese Intensivtäter zeichnen sich oft durch soziale Benachteiligung und andere Probleme aus, was die Notwendigkeit effektiver Präventionsmaßnahmen unterstreicht (BMBF).

Das Ministerium hat in den letzten Jahren wichtige Konzepte zur Vermeidung von Jugendkriminalität entwickelt und die Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe, Schulen, Polizei und Justiz deutlich verbessert. Präventionsmaßnamen umfassen die Aufklärung der Öffentlichkeit über Sicherheitsmaßnahmen, um Autoeinbrüche zu verhindern, wie das Abschließen von Fahrzeugen, die Verwendung von Wegfahrsperren und das Vermeiden der Sichtbarkeit von Wertsachen im Auto.

Die Ereignisse in Wien sind nicht nur ein Beweis für die aktuelle Problematik der Jugendkriminalität, sondern auch ein Aufruf zur weiteren Unterstützung und Entwicklung von präventiven Maßnahmen, um gefährdete Jugendliche besser zu erreichen und zukünftige Straftaten zu verhindern.