Am 10. Jänner 2026 wechselte ein Altbau-Zinshaus am Landstraßer Gürtel 17 in Wien seinen Besitzer. Die Immobilie wurde bei einer Zwangsversteigerung für beeindruckende 3,5 Millionen Euro verkauft. Die Umstände der Versteigerung sind bemerkenswert, da der frühere Eigentümer, die MEK 2020 Immobilienprojekt Holding GmbH, trotz behördlicher Auflagen notwendige Instandhaltungen nicht durchführte. Dies führte zur Einleitung des Zwangsversteigerungsverfahrens.

Der Zuschlag bei der Zwangsversteigerung ging an die SDC Landstraße GmbH, ein Unternehmen der One Residence GmbH. Obwohl das Gebäude sich in einem belegbaren Zustand befand, der als jahrelanger Zerfall charakterisiert ist und den Anschein einer Bruchbude erweckt, wurde die Liegenschaft für einen vergleichsweise niedrigen Betrag verkauft. Zur Verdeutlichung des Kaufpreises: Eine Wohnung am Stephansplatz im ersten Wiener Gemeindebezirk wurde zuvor für über 16 Millionen Euro veräußert.

Zwangsversteigerungen als Immobilienalternative

Zwangsversteigerungen stellen eine Gerichtsinstitution dar, die Immobilien zur Begleichung offener Schulden des Eigentümers versteigert. Diese Verfahren bieten eine interessante Alternative zu klassischen Immobilienkäufen über Makler, wobei Käufer von potenziellen finanziellen Einsparungen profitieren können. In dieser speziellen Versteigerung wurde der Kaufpreis von rund 3,5 Millionen Euro angesetzt, während einzelne Wohnungen weiterhin im Privatbesitz bleiben.

Die Vorteile einer Zwangsversteigerung sind vielfältig. So beginnt das Bieterverfahren oftmals unter dem tatsächlichen Verkehrswert der Immobilie, was zu interessanten Kaufmöglichkeiten führt. Zudem wird der Kauf direkt über das Gericht abgewickelt, wodurch Käufer die Maklerprovision sparen können. Unabhängige Gutachten von gerichtlich bestellten Sachverständigen schaffen zusätzlich Transparenz über Zustand und Wert der Immobilie. Doch Käufer sollten sich der Risiken bewusst sein, denn oft erfolgen Zwangsversteigerungen ohne Gewährleistung.

Zukünftige Entwicklungen

Die ersten Verbesserungen am ehemaligen Horrorhaus wurden bereits durch eine Sachverwalterin eingeleitet. Es besteht Potenzial für die Vermarktung des Objekts als kernsaniertes Gebäude über Online-Portale in der Zukunft. Die Möglichkeit, Immobilien in attraktiven Preislagen zu erwerben, zieht viele Investoren an, und regelmäßige Informationen über aktuelle Versteigerungstermine sind ratsam, um sich rechtzeitig um solche Gelegenheiten kümmern zu können.

Für weitere Details zu Zwangsversteigerungen in Wien empfiehlt sich ein Besuch auf zvginfo.at sowie eine umfassende Information über die Abläufe und Möglichkeiten unter zwangsversteigerung.at. Diese Ressourcen geben Einblicke in anstehende Versteigerungen sowie wertvolle Tipps für interessierte Käufer.