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Hochschulen ziehen Konsequenzen: Rückzug von Plattform X für Freiheit und Wissenschaft

Immer mehr Hochschulen und Forschungsinstitutionen in deutschsprachigen Ländern ziehen die Reißleine: Über 60 von ihnen haben beschlossen, ihre Aktivitäten auf der Plattform X (ehemals Twitter) einzustellen. Dieses signalisiert nicht nur einen klaren Protest, sondern unterstreicht auch die ernsthaften Bedenken gegenüber der aktuellen Ausrichtung von X, die nicht mehr mit den Grundwerten dieser Institutionen vereinbar ist. Wie die Universität Innsbruck erklärte, unterstützte sie diese konzertierte Aktion, um ein starkes Zeichen für Weltoffenheit, wissenschaftliche Integrität und demokratischen Diskurs zu setzen.

Der Rückzug steht im Zusammenhang mit besorgniserregenden Veränderungen auf der Plattform, darunter die algorithmische Verstärkung rechtspopulistischer Inhalte und die Einschränkung der organischen Reichweite. Diese Entwicklung wird von den beteiligten Institutionen als unvertretbar angesehen, wie die gemeinsame Stellungnahme deutlich macht. Das Engagement gegen antidemokratische Kräfte und für eine faktenbasierte Kommunikation ist selbstredend. Unter den Betroffenen befinden sich auch die Medizinische Universität Innsbruck und andere renommierte Institutionen, die nun ihre X-Accounts schließen, jedoch ihre Kommunikationsaktivitäten über alternative Social-Media-Kanäle fortsetzen werden.

Breiter Rückzug und Konsequenzen

Zu den Institutionen, die sich dem gemeinsamen Rückzug angeschlossen haben, zählen auch große Universitäten wie die Universität Wien und die RWTH Aachen. Insgesamt zeigt sich ein stark vernetzter Widerstand gegen die Entwicklungen auf X. Die Entscheidung, die Plattform zu verlassen, ist nicht nur eine interne Angelegenheit, sondern hat auch übergreifende Auswirkungen auf die akademische Kommunikationskultur und die öffentliche Wahrnehmung von Hochschulen im digitalen Raum.

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Die ersten Schritte sind bereits unternommen, und die Hochschulen planen, die Veränderungen in den Algorithmen und der Plattform weiterhin genau zu beobachten, um gegebenenfalls angemessen zu reagieren. Diese Kooperationsbereitschaft unter den Institutionen verdeutlicht die Wichtigkeit einer offenen und konstruktiven Diskussionskultur, die nun an anderer Stelle gefördert werden soll.

Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Sonstiges
In welchen Regionen?
Österreich
Genauer Ort bekannt?
Innsbruck, Österreich
Ursache
fehlende Vereinbarkeit der aktuellen Ausrichtung der Plattform mit den Grundwerten der beteiligten Institutionen
Beste Referenz
tirol.orf.at
Weitere Quellen
idw-online.de

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