Obwohl die Preise für Energie wie Gas, Heizöl und Fernwärme gesunken sind, müssen zahlreiche Haushalte in den kommenden Monaten mit einem Anstieg der Heizkosten rechnen. In einer aktuellen Analyse wird prognostiziert, dass die Heizkosten im Jahr 2025 im Durchschnitt um 8,3% im Vergleich zu 2024 steigen werden. Diese Erhöhung ist vor allem auf eine deutlich kältere Heizperiode zurückzuführen, die einen erhöhten Heizbedarf von etwa 12,7% zur Folge hat. Das berichtet 5min.at.

Insbesondere die Preise für unterschiedliche Heizarten zeigen regionale Unterschiede. Während die Fernwärmekosten um 12,7% steigen, ist auch bei Heizöl und Gas ein Anstieg von 6,2% und 6% zu verzeichnen. In einzelnen Regionen schlägt sich dies in teils stark unterschiedlichen Preisentwicklungen nieder:

  • Wien: +13,4%
  • Niederösterreich: +13%
  • Burgenland: +10,3%
  • Steiermark: +4,4%
  • Tirol: +0,7%
  • Kärnten: -0,7% (leichte Senkung erwartet)

Regionale Heizkostenunterschiede

Auf Gemeindeebene gibt es noch stärkere Abweichungen in den Heizkosten. Die höchste Steigerung wird in Traiskirchen mit 15% erwartet, gefolgt von Baden bei Wien und Mödling. Dagegen zeigen einige Gemeinden wie Schwaz oder Villach sogar einen Rückgang der Heizkosten:

  • Mödling: +14,8%
  • Baden bei Wien: +14,9%
  • Traiskirchen: +15%
  • Schwaz: -2,4%
  • Villach: -1,8%
  • Feldkirchen in Kärnten: -0,2%

Zusätzlich hat sich in der Heizkostensituation auch einiges im Jahr 2024 verändert. Trotz eines Anstiegs der Fernwärmepreise um 27,1% im Vergleich zum Vorjahr, wird für die Verbraucher eine leicht verbesserte Situation bei Nachzahlungen in Aussicht gestellt. Die Raumheizkosten für Fernwärme stiegen um 25,4%, was auf den höheren Energieverbrauch während einer kälteren Heizperiode zurückzuführen ist. Laut Techem ist der Rückgang der Strompreise um 6,4% und der Gaspreise um 3,6% bemerkenswert.

Marktentwicklungen und Technologiefortschritt

Zusätzlich zu den Preisentwicklungen ist auch der Verbrauch von Energieressourcen ein wichtiger Aspekt. In verschiedenen Regionen wurden zum Beispiel in Mainz ein Rückgang des Energieverbrauchs von bis zu 26,1% festgestellt, während in Baden-Württemberg erhebliche Mehrverbräuche verzeichnet wurden, besonders in Städten wie Andernach mit einem Anstieg des Heizwärmeverbrauchs um 39,9%. Die Heizkosten stiegen hier um mehr als 77,8% für Fernwärme, was die Notwendigkeit von nachhaltigen und effizienten Heizlösungen unterstreicht.

Die Entwicklungen im Energiemarkt werden auch in einem Bericht des Statistischen Bundesamtes behandelt, der die Preise von verschiedenen Energieträgern detailliert analysiert. Der Bericht, veröffentlicht am 23. Dezember 2025, liefert umfassende Daten zu Steinkohle, Braunkohle, Erdöl, Erdgas, Benzin, Diesel, leichtem Heizöl und Fernwärme. Die Preise basieren auf den Erzeugerpreisen gewerblicher Produkte und weiterführenden Statistiken, die unter destatis.de verfügbar sind.