Großer Zivilschutz-Probealarm am Samstag: Sirenen heulen landesweit!
Am 4. Oktober 2025 findet in Österreich ein Zivilschutz-Probealarm statt. Über 8.000 Sirenen und das AT-Alert-System testen Warnsignale.

Großer Zivilschutz-Probealarm am Samstag: Sirenen heulen landesweit!
Am 4. Oktober 2025 hat in Österreich ein bundesweiter Zivilschutz-Probealarm stattgefunden. Zwischen 12:00 und 12:45 Uhr wurden über 8.000 Feuerwehrsirenen aktiviert, um die technischen Einrichtungen des Warn- und Alarmsystems zu überprüfen. Ziel dieses Probealarms war es, die Bevölkerung mit den Zivilschutzsignalen vertraut zu machen und das Bewusstsein für potenzielle Gefahren zu schärfen. Laut 5min.at wurden dabei drei Signale ausgestrahlt: „Warnung“, „Alarm“ und „Entwarnung“.
Zusätzlich zu den Sirenensignalen wurde das digitale Warnsystem AT-Alert bundesweit gesendet. Dieses System, das im September 2024 eingeführt wurde, ergänzt die Sirenenwarnung und ermöglicht den Behörden, Warnmeldungen direkt an Mobiltelefone im betroffenen Bereich zu übermitteln. AT-Alert basiert auf der Mobilfunktechnologie „Cell Broadcast“ und kann verschiedene Gefahrenstufen kommunizieren, von allgemeinen Gefahrenmeldungen bis hin zu akuten Notfallalarmen. BMI weist darauf hin, dass die Meldungen an alle Mobiltelefone in einem bestimmten geografischen Gebiet gesendet werden, was eine hohe Reichweite sicherstellt.
Zivilschutzsignale im Detail
Im Rahmen des Probealarms wurden in Wien die 180 Sirenen von 12:00 bis 12:45 Uhr getestet. Besonders wichtig war die Hörbarkeit der Signale, deren Funktionsfähigkeit die technischen Dienststellen der Stadt kontrollierten. Neben dem Sicherheitsaspekt sollten die Wiener Bürger auch über die folgenden vier Zivilschutzsignale informiert werden:
- Sirenenprobe: 15 Sekunden gleichbleibender Dauerton, kein Gefahr.
- Warnung: 3 Minuten gleichbleibender Dauerton, Herannahende Gefahr; Radio, TV oder Internet (wie orf.at) einschalten.
- Alarm: 1 Minute auf- und abschwellender Heulton, akute Gefahr; schützende Bereiche aufsuchen.
- Entwarnung: 1 Minute gleichbleibender Dauerton, Gefahr vorbei.
Zusätzlich gab es am Übungstag von 11:30 bis 13:30 Uhr ein Sirenentelefon, unter dem Rückmeldungen zur Hörbarkeit der Sirenen abgegeben werden konnten. Auch über die Stadt Wien-App werden Informationen über aktuelle Krisen und Verhaltensanweisungen bereitgestellt.
AT-Alert – Ein modernes Warnsystem
Die Einführung von AT-Alert ist Teil der Bemühungen, die Bevölkerung in Notfällen besser zu informieren. Laut Wien.gv.at wird AT-Alert flächendeckend eingesetzt und ermöglicht es, sowohl wichtige Informationen als auch Verhaltenshinweise direkt auf die Mobiltelefone betroffener Personen zu senden. Die erste Testnachricht wurde um 12:00 Uhr gesendet, gefolgt von einem zweiten Alarm zwischen 12:45 und 13:00 Uhr, der nicht deaktiviert werden konnte.
Mobiles Endgerät müssen sich im bewartem Gebiet befinden, eingeschaltet sein und ein aktuelles Betriebssystem verwenden, um AT-Alert-Meldungen zu empfangen. Dies betrifft auch Nutzer von Roamingdiensten. Informationen zu Gefahren und Verhaltensanweisungen sind Teil der AT-Alert-Meldungen. Um sicherzustellen, dass der Schutz umfassend ist, empfehlen die Behörden, dass Warnmeldungen auf dem Mobiltelefon aktiviert bleiben.
Die neu eingeführte technische Infrastruktur in Österreich, die bereits über 30 Jahre ein bestehendes Warn- und Alarmsystem nutzt, wird durch diese modernen Ansätze weiter verstärkt. Mit der Kombination von Sirenen und digitalen Kommunikationswegen wird der Ansatz des Bevölkerungsschutzes ständig verbessert und den sich wandelnden Bedürfnissen angepasst.