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Der 67. Opernball in Wien war ein glanzvolles Spektakel, das am 27. Februar 2025 stattfand und sowohl prominent besetzte Gäste als auch eine historische Premiere im Eröffnungskomitee zu bieten hatte. Unter dem Motto „Wo Spaß und wo Tollheit und Lust regiert“ begeisterten Johann Strauss’ Werke das Publikum im festlichen Rahmen der Wiener Staatsoper. Künstler der Staatsoper und das Jungdamen- und Jungherrenkomitee eröffneten den Abend mit fulminanten Darbietungen, darunter der „Kaiserwalzer“ und der berühmte „Frühlingsstimmenwalzer“ der Starsopranistin Nadine Sierra.
Ein besonderes Highlight war die erstmalige Teilnahme eines homosexuellen Paares im Eröffnungskomitee, was als Meilenstein in der Überlieferung dieses traditionsreichen Balls gewertet wird. Der Abend, der 5.150 Gäste anzog, fand in Anwesenheit zahlreicher VIPs wie dem Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen und Wissenschaftlerin des Jahres Sigrid Stagl statt. Bundeskanzler Alexander Schallenberg äußerte sich optimistisch zur Koalitionsregierung, während Richard Lugners symbolisch freigehaltene Loge an seinen verstorbenen Freund erinnerte.
Premiere „Die Liebe der Danae“
Im gleichen Atemzug wurde an der Bayerischen Staatsoper die umstrittene Uraufführung von Richard Strauss’ Oper „Die Liebe der Danae“ vorgespielt, die zwischen antiken Mythen und der emotionalen Erzählkunst des Komponisten pendelt. Diese Premiere, die nicht mehr als eine Generalprobe war, fand als Teil der Salzburger Festspiele statt. Aufgrund historischer Umstände wurde die Uraufführung, die für 1943 geplant war, um Jahrzehnte verschoben, und so erlebte die moderne Inszenierung in München nun besonders gemischte Reaktionen der Kritiker. Während einige den ersten beiden Akten viel abverlangten, empfanden andere den dritten Akt als langatmig und verworren.
Mit dieser Vielfalt an kulturellen Ereignissen bietet Wien eine Bühne für Tradition und Modernität. Sowohl der Opernball als auch die Premiere von „Die Liebe der Danae“ demonstrieren eindrucksvoll die anhaltende Relevanz von Kunst und gesellschaftlichem Wandel in Österreich, wie es ebenfalls bei Klassik-begeistert.de festgehalten wird.
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