Am 8. Februar 2026 wäre Gert Jonke, ein bedeutender österreichischer Schriftsteller, 80 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass zeigt das Robert Musil Literatur Museum in Klagenfurt ab dem 9. Februar eine besondere Fotoausstellung, die Porträts von Jonke präsentiert. Die Fotografien stammen von der Künstlerin Nurith Wagner-Strauss, die sich seit 1987 einen Namen als freiberufliche Fotografin gemacht hat. Wagner-Strauss hat außerdem Musikpädagogik und Barockblockflöte studiert und das Buch „Wir haben leben wollen“ veröffentlicht, welches sich mit weiblichen Alltagsgeschichten beschäftigt.
Die Ausstellung trägt den Titel „Bundesbahnsitzrückenlehnenüberzugsfetzen“, eine Hommage an Jonkes einzigartigen Schreibstil und seine Wortschöpfungen. Die Idee für die Porträts entstand bereits 1999 nach der Premiere von Jonkes Stück „Insektarium“. Jonke, der 1946 in Klagenfurt geboren wurde, war nicht nur ein leidenschaftlicher Bahnreisender, sondern auch ein vielseitiger Autor, dessen Werk Lyrik, Dramen und Hörspiele umfasste. Sein literarisches Schaffen war geprägt von Sprachskepsis und experimenteller Literatur.
Kulturelle Hommage und Veranstaltungsprogramm
Die Fotoausstellung wird zusätzlich den Betrieb der Koralmbahn hervorheben und steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Standort des Museums, das sich gegenüber dem Klagenfurter Hauptbahnhof befindet. Die Ausstellung ist bis zum Sommer 2026 im Robert Musil Literatur Museum zu sehen. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag, jeweils von 10 bis 17 Uhr.
Zur Feier von Jonkes 80. Geburtstag ist am 23. März 2026 eine eigene Veranstaltung geplant, zu der weitere Informationen folgen werden. Gert Jonke, der am 4. Jänner 2009 in Wien verstarb und am 19. Jänner 2009 in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt wurde, hinterließ ein bedeutendes Vermächtnis in der österreichischen Literatur. Sein Werk wird durch zahlreiche Preise gewürdigt, wie dem Ingeborg-Bachmann-Literaturpreis, den er 1977 erhielt, sowie dem Österreichischen Würdigungspreis für Literatur, den er 1987 verliehen bekam.
Die Ausstellung ist eine wertvolle Gelegenheit, um sich an das Leben und die Werke eines herausragenden Autors zu erinnern, der die Literatur der Nachkriegszeit nachhaltig beeinflusste. Jonkes Schaffen umfasst nicht nur Erzählungen und Romane, sondern auch Essays und Theaterstücke, die oft gesellschaftskritische Ansätze aufgreifen. Der Gert-Jonke-Literaturpreis, der 2010 vom Land Kärnten und der Stadt Klagenfurt ins Leben gerufen wurde, wird alle zwei Jahre vergeben und erinnert an sein literarisches Erbe.
Für nähere Informationen über die Fotoausstellung und die weiteren Veranstaltungen können Interessierte die Seiten von Klick Kärnten, Mein Klagenfurt sowie die Wikipedia besuchen.