Die Stadt Wien setzt sich für eine nachhaltige Stadtentwicklung und die Verbesserung der Wohnverhältnisse in den Stadtteilen ein. Ein zentrales Element besteht in der Verlängerung der WieNeu+ Grätzlförderung, die innovative Maßnahmen für Bestandsgebäude unterstützt. Diese wird nun bis Ende 2027 fortgeführt, wie presse.wien.gv.at berichtete. Eigentümer und Bauträger können Anträge stellen, um finanzielle Unterstützung für nachhaltige Bau- und Sanierungsprojekte zu erhalten. Die Fördersumme kann bis zu 500.000 Euro betragen.
Ziel der Förderinitiative ist die Schaffung von leistbarem und zukunftsfähigem Wohnraum. Die WieNeu+ Grätzlförderung richtet sich insbesondere an Projekte, die darauf abzielen, den Energie- und Ressourcenverbrauch zu senken, auf erneuerbare Energieträger umzusteigen sowie Entsiegelungs- und Begrünungsmaßnahmen durchzuführen. Für Vor- oder Machbarkeitsanalysen können bis zu 30.000 Euro gefördert werden.
Förderquoten und Antragsverfahren
Die Förderquote variiert je nach Antragsteller: Natürliche Personen erhalten bis zu 60 % der Kosten, maximal jedoch 100.000 Euro. Für kleine Unternehmen liegt die Förderquote bei 60 % der Mehrkosten, für mittelgroße Unternehmen bei 50 % und für große Unternehmen bei 40 %. Dabei gelten die Mehrkosten als der Unterschiedsbetrag zwischen den Kosten innovativer Lösungen und den Standardlösungen. Wenn beispielsweise ein großer Bauträger eine ökologische Fassadendämmung anstelle einer konventionellen wählt, können die innovativen Maßnahmen entsprechend bezuschusst werden. Die Anträge werden online über die Plattform wien.gv.at/amtswege entgegengenommen.
Ein Beirat prüft die eingereichten Projekte auf Förderwürdigkeit. Die WieNeu+ Teammitglieder stehen für individuelle Beratungen telefonisch, persönlich oder per E-Mail zur Verfügung.
Integration mit anderen Förderprogrammen
Die WieNeu+ Grätzlförderung kann mit anderen städtischen, nationalen oder EU-Förderungen kombiniert werden, um zusätzliche Mittel für die Realisierung nachhaltiger Projekte zu mobilisieren. Dies bietet den Antragstellern eine flexible Möglichkeit, ihre Maßnahmen effizient zu finanzieren, wie auch auf der wieneuplus.wien.gv.at Webseite erläutert wird.
Der Ansatz der Wiener Stadtentwicklung steht auch im Einklang mit den Prinzipien nachhaltiger Stadtentwicklung, die in Deutschland durch verschiedene Programme gefördert werden. Die Bundesregierung unterstützt seit über 50 Jahren die nachhaltige Stadtentwicklung und plant für 2024 ein Budget von 790 Millionen Euro für die Städtebauförderung. Diese unterstützt unter anderem die Aufwertung sozial benachteiligter Quartiere und die Stabilisierung von Innenstädten, um auch hier das Ziel der Klimaneutralität zu fördern, wie bmwsb.bund.de berichtet.
Gemeinsam mit der WieNeu+ Grätzlförderung zeigt dies, dass sowohl auf lokaler als auch auf nationaler Ebene erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um eine nachhaltige und sozial gerechte Stadtentwicklung zu verwirklichen.