Elisabeth Gürtler kehrt als neue Generalsekretärin des Ehrenkomitees der Spanischen Hofreitschule in Wien zurück. Dies ist eine bedeutende Rückkehr, da ihr Abschied von der Hofreitschule vor sieben Jahren erfolgte. Gürtler, die von 2007 bis 2018 als Geschäftsführerin der Spanischen Hofreitschule und des Bundesgestüts Piber tätig war, bringt eine Fülle von Erfahrung und Wissen mit, die in dieser Rolle von großer Bedeutung sind. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig hebt die Wichtigkeit Gürtlers für die Institution hervor und bezeichnet sie als erfahrene Vermittlerin und Markenbotschafterin, die die Hofreitschule nachhaltig geprägt hat.

Unter Gürtlers Führung wurden bedeutende Neuerungen in der Spanischen Hofreitschule eingeführt. So nahm die Institution erstmals Frauen in die Reitausbildung auf und führte die duale Lehrlingsausbildung ein. Auch der Ausbau des Trainingszentrums am Heldenberg fällt in ihre Amtszeit. Zu den Highlights gehörten die „Fête Impériale“ sowie die Feierlichkeiten zum 450-jährigen Bestehen der Lipizzaner, die Gürtler international in den Fokus stellte. Dies trug weiter zur Festigung der Spanischen Hofreitschule als renommiertes Kulturgut und eine internationale Visitenkarte der österreichischen Tradition bei. Gürtler war zuvor bereits in ihrer Jugend eine begeisterte Reiterin und wurde 1979 Vizestaatsmeisterin im Dressurreiten.

Die Rolle des Ehrenkomitees

Das Ehrenkomitee der Spanischen Hofreitschule hat die Aufgabe, die Institution zu fördern, zu unterstützen und zu repräsentieren. Ein Ziel der Neubesetzung Gürtlers besteht darin, den Dialog zwischen dem Ehrenkomitee und der Geschäftsführung zu stärken. Gürtler wird dabei auf ihre langjährige Erfahrung setzen, um die Entwicklung der Hofreitschule voranzutreiben und die kulturelle Identität sowie das Erbe dieser traditionsreichen Institution zu bewahren.

Die Spanische Hofreitschule hat eine lange Geschichte, die bis ins Jahr 1729 zurückreicht, als der Baubeginn der Winterreitschule in Wien unter Kaiser Karl VI. stattfand. Geplant wurde sie von Johann Bernhard Fischer von Erlach und bis zur Fertigstellung 1735 von seinem Sohn Emanuel Fischer von Erlach errichtet. Diese bezaubernde Reithalle gilt bis heute als barockes Juwel und als eine der schönsten Reithallen der Welt. In der Hofreitschule werden Hengste aus dem Karster Hofgestüt in Lipizza ausgebildet, die historisch als „Spanische Karster“ und später als „Lipizzaner“ bekannt wurden, was die Bedeutung dieser Institution im internationalen Pferdesport unterstreicht.

Gürtlers Rückkehr zum Ehrenkomitee und die fortwährende Verbindung zur Spanischen Hofreitschule sind von großer Bedeutung für die Zukunft der Institution. Ihre umfassende Erfahrung und ihre Leidenschaft für die Reitkunst werden zweifellos einen positiven Einfluss auf die Weiterentwicklung der Hofreitschule haben.