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In Wien wurde ein 30-jähriger Mann zu sechs Jahren Haft verurteilt, nachdem er im August 2024 versuchte, eine stark eingeschränkte Frau vor einer Obdachlosenunterkunft sexuell zu vergewaltigen. Der Angeklagte ging brutal vor: Er schlug die Frau, trat sie und würgte sie sogar, was zu einer schweren Verletzung, einem verschobenen Nasenbeinbruch, führte. Trotz seines reumütigen Geständnisses erinnerte sich der Angeklagte nicht an die Tat. Der Sachverständige Peter Hofmann beschrieb sein Verhalten als "fulminanten Ausdruck schwerster Aggressionen" und stellte zudem fest, dass der Mann zum Zeitpunkt der Tat erheblich alkoholisiert war. Die Umstände seines Lebens, darunter der frühe Tod seiner schizophrenen Mutter, spielten in der Verhandlung eine Rolle. Das Gericht entschied, ihn auch in eine forensisch-therapeutische Einrichtung einzuweisen, fuhr die Schöffensenat unter der Leitung von Richter Philipp Krasa fort. Die Frau erhielt zudem ein Schmerzensgeld von 5.000 Euro, während sie bereits zuvor Opfer eines versuchten Mordes geworden war, wie die Kleine Zeitung berichtete.
Mordverurteilung in Tirol
Einen ähnlichen Grad an Brutalität zeigte sich in Tirol, wo ein 52-jähriger Mann am Donnerstag nach dem Tod eines 75-jährigen Ex-Gemeindepolitikers zu zwölf Jahren Haft verurteilt wurde. Der Angeklagte gestand, dem Opfer mit einem axtähnlichen Gegenstand tödliche Verletzungen beigefügt zu haben, nachdem es zu einem Streit über eine Grundstücksumwidmung gekommen war. Trotz seiner psychiatrischen Probleme, die er selbst auf seine schwierige Kindheit zurückführte, entschied das Gericht, dass er zur Tatzeit zurechnungsfähig gewesen sei. Die Richterin Andrea Wegscheider erklärte, dass das Urteil nicht rechtskräftig sei, und die Staatsanwaltschaft sowie die Verteidigung machten keine weiteren Angaben. Die Tiroler Tageszeitung berichtete, dass der Angeklagte in einer "Horrorfilm"-ähnlichen Gewalttat einen "verdienten Gemeindebürger" getötet habe. Die entscheidenden Fragen in diesem Fall waren die Zurechnungsfähigkeit und mögliche mildernde Umstände, unter denen das Gericht das Strafmaß festlegte.
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