Am 26. Januar 2026 ist es soweit: Die zweite Klima Biennale Wien wird vom 9. April bis 10. Mai 2026 im KunstHausWien eröffnet. Diese internationale Gruppenausstellung trägt den Titel „Seeds. Reclaiming Roots, Sowing Futures“ und behandelt fundamentale Fragen zur ökologischen Zukunft. Laut Wien.gv.at versteht sich die Biennale als bedeutendes Signal für kulturelle Verantwortung und verbindet Kunst mit ökologischen und ökonomischen Herausforderungen.
Im Jahr 2025 zählte das KunstHausWien über 121.000 Besucher*innen. Das Jahresprogramm betonte zeitgenössische Kunst, die sich mit ökologischen und gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzt. Bis zum 8. März 2026 ist die Einzelausstellung „Normale Katastrophe“ von Julius von Bismarck zu sehen, während der Projektraum „Garage“ ganztägig mit prozessbasierten und partizipativen Ausstellungen zu aktuellen Themen wie Plastik und Greenwashing geöffnet ist. Hier wird auch der Zugang zu Kunst ohne Eintritt kostenfrei angeboten.
Kunst als transformative Kraft
Die Biennale hat sich das Ziel gesetzt, einen Paradigmenwechsel für eine lebenswerte Zukunft zu fördern, indem sie Kunst als Mittel zur Bewusstseinsbildung und Teilhabe nutzt. Das berichtet kunsthauswien.com. Ein wesentliches Element dieser Veranstaltung ist die Schaffung eines Diskurses über die Klimakrise und das Artensterben, bei dem verschiedene Perspektiven zusammengebracht werden sollen. Die Biennale dient nicht nur der Kunst, sondern auch als Plattform zur Reflexion über sozial und ökologisch gerechte Weltbeziehungen.
Die Biennale regt zu einer ganzheitlich geführten Debatte über Veränderungen im Erdsystem an. Hierbei werden auch kritisch die turbo-kapitalistischen Konzepte hinterfragt in der Suche nach inklusiven und gemeinwohlorientierten Strategien. Dieser Ansatz zielt darauf ab, Alternativen für eine klimafreundliche Zukunft zu erarbeiten und auf die Notwendigkeit systemischer Ansätze hinzuweisen.
Veranstaltungen und Ausstellungen
Im Rahmen der Biennale wird der Karlsplatz in Wien zum Zentrum für Kunst und nachhaltige Zukunft transformiert. Zwei zentrale Ausstellungen, „Seeds“ und „The Institute of Queer Ecology. I Wish We Had More Time“, finden im KunstHausWien statt. In der Ausstellung „Seeds“ werden die Themen Verlust und Regeneration durch die Augen von 14 internationalen Künstler*innen beleuchtet, die die Beziehung zwischen Mensch und Erde thematisieren. Die Ausstellung „I Wish We Had More Time“ im Projektraum Garage behandelt den Verlust in ökologischen und gemeinschaftlichen Zusammenhängen.
Darüber hinaus wird die Sammlung Hundertwasser bis Ende Juni 2026 mit der Leihgabe „Grüne Stadt“ präsentiert. Diese Ausstellung zeigt Hundertwassers ökologische Prinzipien und bietet ein umfassendes Vermittlungsprogramm für Schulklassen und andere Zielgruppen.
Nachhaltigkeit in der Kunst
In einem weiteren Kontext entwickelt die Kulturstiftung des Bundes mit ihrem Programm „Zero“ Maßnahmen zur Förderung der ökologischen Nachhaltigkeit in Kunst- und Kulturinstitutionen. Bis 2027 stehen 8 Millionen Euro für Initiativen zur Verfügung, die klimaneutrale Produktionsformen erproben wollen. Kulturstiftung des Bundes hebt hervor, dass die Einrichtung regionaler Netzwerktreffen und Fortbildungsmaßnahmen die Sensibilisierung für ökologisch nachhaltiges Produzieren vorantreiben soll.
Mit diesen vielseitigen Veranstaltungen und Projekten unterstreicht die Klima Biennale Wien 2026 ihre Rolle als zentraler Akteur in der Diskussion um Kunst, Klima und kulturelle Verantwortung. Das übergeordnete Ziel ist es, kreative Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit zu finden und einen positiven Beitrag zur Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft zu leisten.