Am 20. Jänner 2026 beginnen die Bauarbeiten für die neue Zentrale Notaufnahme (ZNA) der Klinik Donaustadt in Wien. Dieses Projekt, das einen wesentlichen Schritt zur Modernisierung der Gesundheitsversorgung in der Region darstellt, soll bis 2028 abgeschlossen sein. Die ZNA wird als erste Anlaufstelle für akute Notfälle fungieren und ist auf eine effizientere Organisation des Notfallbereichs ausgelegt.

Die Modernisierung erfolgt im laufenden Betrieb durch ein innovatives Rochaden-System. Dadurch werden die Abläufe in den Bereichen Notfall, Unfallakut und Unfallambulanz optimiert, um Patient*innen, Besucher*innen und medizinischem Personal kürzere Wege zu ermöglichen. Zudem wird es spezielle Behandlungskojen geben, die den Patient*innen mehr Privatsphäre und Übersicht bieten.

Baumaßnahmen und -organisation

Der Umbau der ZNA wird in mehreren Bau- und Teilphasen durchgeführt, die auf die betrieblichen Abläufe abgestimmt sind. Temporär wird der Notfallbereich bereits im Dezember 2025 in den Bettenturm 1 verlegt, während freie Flächen in moderne Schockräume umgebaut werden. Die endgültige Übersiedlung des Notfallbereichs in die neuen Räumlichkeiten ist für Ende 2028 geplant. Diese strukturellen Veränderungen zielen darauf ab, Schnittstellen zwischen den Fachgebieten zu verbessern, insbesondere der unfallchirurgischen und internistischen Notfallaufnahme.

Zur Realisierung der Baumaßnahmen wurden Baumeisterleistungen für das Projekt KDO ZNA ausgeschrieben. Der Auftraggeber ist die Stadt Wien – Wiener Gesundheitsverbund, und die Ausschreibung wird durch das Rechtsanwaltsbüro WOLF THEISS Rechtsanwälte GmbH & Co KG betreut. Der Schlusstermin für den Eingang der Angebote ist der 18. Februar 2025, was den Umfang des Projekts verdeutlicht. Die Aufgabe umfasst neben der ZNA auch die Organisation und Strukturierung der bestehenden Notfallstrukturen neu.

Hintergrund zur Notwendigkeit von Investitionen

Diese Investitionen stehen im Kontext eines generellen Bedarfs an Modernisierungen in deutschen Krankenhäusern, wo erhebliche Infrastrukturinvestitionen notwendig sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Laut einer Erhebung von PwC zwischen 2017 und 2021 lag der Anlagenabnutzungsgrad bei 58 Prozent, was auf hohen Handlungsbedarf hinweist. Die durchschnittliche Investitionsquote betrug 2021 lediglich 12,3 Prozent, was bedeutet, dass die getätigten Investitionen nicht ausreichen, um die bestehenden Gebäude auf den erforderlichen Stand zu bringen. Die Situation hat sich durch die COVID-19-Pandemie und die steigenden Betriebskosten im Kontext des Ukrainekrieges weiter verschärft.

Die Klinik Donaustadt setzt mit der ZNA auf zukunftsfähige Strukturen, um den gestiegenen Anforderungen im Gesundheitssektor zu begegnen und eine bessere Patientenversorgung zu garantieren. Durch diese Maßnahmen wird nicht nur die Effizienz gesteigert, sondern auch die Lebensqualität der Patient*innen erheblich verbessert.

Für weitere Informationen über das Projekt und die Ausschreibung können Interessierte die folgenden Links besuchen: Wien Presse, Offene Vergaben und PwC.