Am 11. Oktober 2025 feierte das Ballett „Strauss 2225: Dances for the Future“ unter der Leitung von Choreograf Robert Binet Premiere im NEST in Wien. Die Inszenierung ist eine faszinierende Auseinandersetzung mit der Musik des Walzerkönigs Johann Strauss und kombiniert klassische Einflüsse mit modernen Kompositionen. Robert Binet bringt mit diesem Projekt die kulturellen Beiträge von Strauss in die Zukunft, indem er junge Talente einbezieht und deren Perspektiven auf das Jahr 2225 untersucht. Laut Kleine Zeitung wurde ein vielfältiges Ensemble von Autorinnen und Autoren gewonnen, die für das Stück Texte verfasst haben, während Komponistinnen und Komponisten, inspiriert von Strauss’ Melodien, neue Werke schufen.
Der erste Teil des Balletts präsentiert das Streichquartett „Crossroads“ von Gity Razaz, das sich auf den Walzer „Wo die Zitronen blühen“ bezieht. Hierbei klopfen zwölf Tänzerinnen und Tänzer der Jugendkompanie der Ballettakademie symbolisch auf die Brust, um den Takt vorzugeben. Der zweite Teil, „Blind Colors“, komponiert von Annamaria Kowalsky für ein Streichquintett, zeigt eine Verschmelzung klassischer und zeitgenössischer Elemente. Die Auftritte der Tänzer, die in auffälligen, hautengen Kostümen an eine Körperwelten-Ausstellung erinnern, wurden von den Klängen elektronischer Musik, die verschiedene Atmosphären erzeugen, begleitet. Diese musikalischen Untermalungen stehen unter der Leitung von Dan K. Kurland.
Eine Vision für die Zukunft
Im Kontext von „Dances for the Future“ wird das Erbe von Johann Strauss neu interpretiert. Robert Binet und sein Team arbeiten eng mit Tänzern der Jugendkompanie der Wiener Staatsoper zusammen und denken über die sozialen Auswirkungen von Musik nach. Diese Initiative versucht, die Gemeinschaft durch Tanz zu stärken und ein Gefühl des Entkommens aus dem Alltag zu schaffen, das in Strauss’ eigener Musik wurzelt, wie Johann Strauss 2025 berichtet. Die Tanzaufführung behandelt nicht nur künstlerische Aspekte, sondern thematisiert auch dringend notwendige gesellschaftliche Fragen, darunter den Klimawandel und ein harmonisches Zusammenleben mit der Natur.
Im emotionalen Höhepunkt des Abends finden die Tänzer sich in einem Meer von Pflanzen wieder, während ein Streichquartett von Claire M. Singer spielt. Dieser visuelle und akustische Ausdruck wirft einen reflektierenden Blick auf die Zukunft und soll das Publikum zum Nachdenken anregen. Die Premiere erhielt lautstarken Applaus, was den Erfolg der Inszenierung unterstreicht.
Programm und weitere Aufführungen
„Strauss 2225: Dances for the Future“ wird für ein Publikum ab zehn Jahren empfohlen und ist eine spannende Erneuerung des klassischen Balletts, das sich ständig weiterentwickelt. Es wird weitere Aufführungen am 12., 14., 16., 17., 18., 23., 24., 25. und 26. Oktober in Wien geben. Es ist ein einmaliges Erlebnis, das nicht nur in die entfesselten Welten des Tanzes eintaucht, sondern auch einen gesellschaftlichen Diskurs anregt und eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft schlägt.