In einer überraschenden Wendung zu Beginn des Bundesliga-Frühjahrs verlor Red Bull Salzburg am 6. Februar 2026 vor 7.459 Zuschauern im eigenen Stadion mit 0:2 gegen die Wiener Austria. Dies war der erste Auswärtssieg der Austria in Salzburg seit über elf Jahren — ein Triumph, der die lange Durststrecke der Gäste gegen die Salzburger beendete, die zuletzt vor 24 Pflichtspielen gegen Austria siegreich waren.

Salzburg, der aktuelle Tabellenführer, hatte vor dem Spiel hohe Erwartungen. Doch Trainer Thomas Letsch war nach der Niederlage sichtlich frustriert in der Kabine. Die Mannschaft hatte über 70% Ballbesitz, konnte allerdings keine zwingenden Chancen herausspielen. Fast sogleich wurden die Knüpfungsversuche der Salzburger durch die defensiv starken Wiener unterbrochen, die in den ersten 20 Minuten einen starken Eindringling verhinderten.

Der Spielverlauf

Die ersten Akzente im Spiel setzten die Gäste: Abubakr Barry erzielte in der 21. Minute das erste Tor für Austria, nachdem er einen Doppelpass mit Manfred Fischer erfolgreich abschloss. Nur drei Minuten später erhöhte Johannes Eggestein auf 2:0, nachdem ein Eckball von Sanel Saljic für Verwirrung in der Salzburger Abwehr sorgte. In der 27. Minute hatte Edmund Baidoo die Chance zum Anschlusstreffer, dessen Tor jedoch nach einer VAR-Überprüfung wegen Abseits nicht anerkannt wurde.

Salzburg, der mit Mamady Diambou, der den gesperrten Soumaila Diabate ersetzen musste, und Neuzugang Damir Redzic, der aufgrund einer Sperre fehlte, ins Spiel ging, konnte auch in der zweiten Halbzeit keine Wendung herbeiführen. Trotz mehrerer Wechsel zur Halbzeit, unter anderem das Debüt des U17-Vizeweltmeisters Vasilije Markovic, blieben die versprochenen Chancen aus. Austria-Goalie Samuel Sahin-Radlinger zeigte mehrere starke Paraden und verhinderte einen möglichen Anschlusstreffer von Baidoo in der 52. Minute.

Auswirkungen auf die Tabelle

Durch diesen Sieg belegt Austria Wien temporär den dritten Tabellenplatz. Mit einem weiteren Sieg könnte der Verfolger LASK sogar nach Punkten zu Salzburg aufschließen. Diese Niederlage ist besonders schmerzhaft für die Salzburger, da sie nun die dritte Heimniederlage der Saison einstecken müssen und zudem das erste Heim-Gegentor gegen die Wiener seit April 2023 kassiert haben.

Die Statistiken zeigen, dass Salzburg, trotz dominanten Spiels, die Kontrolle nicht in Tore umsetzen konnte. Spieler wie Sota Kitano und Barry konnten ihre Chancen nicht nutzen, was letztendlich vor den Augen ihrer Fans zu einer enttäuschenden Rückrunde führt. In allen Bereichen der Mannschaft, von der Abwehr über das Mittelfeld bis hin zum Sturm, muss Salzburg nun dringend an seinen strategischen Ansätzen arbeiten, um den Fehlstart ins Frühjahr zu korrigieren.

Austria Wien hingegen scheint den Schwung aus dem Spiel mitgenommen zu haben. Trainer Stephan Helm wird mit seiner neu formierten Mannschaft, zu der unter anderem der 81. Minute eingewechselte Markovic gehört, versuchen, den Erfolg und die positive Entwicklung der letzten Spiele fortzuführen.

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