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Die österreichische Theaterwelt trauert um eine ihrer größten Ikonen. Elisabeth Orth, die am 17. Mai 2025 im Alter von 90 Jahren verstorben ist, wurde am 12. Juni 2025 im Burgtheater in Wien geehrt. Fans und Freunde hatten die Gelegenheit, sich zwischen 12:15 und 13:15 Uhr von der Schauspielerin zu verabschieden, bevor um 14:30 Uhr eine Trauerfeier für geladene Gäste begann. Der Trauerzug, der rund ums Theater führte, endete mit der Eintragung in ein Kondolenzbuch, das in der Kassenhalle auslag. Ihre Beisetzung fand im engen Familienkreis im Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof statt.

Elisabeth Orth, die am 1. Dezember 1936 in Wien geboren wurde, war die Tochter der berühmten Schauspielerin Paula Wessely und des Schauspielers Attila Hörbiger. Nachdem sie den Nachnamen ihrer Großmutter angenommen hatte, absolvierte sie ihre Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Ihr Debüt am Burgtheater gab sie 1965 in Schillers „Kabale und Liebe“. Über die Jahre wirkte sie in mehr als 80 Produktionen mit und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter die Ernennung zur Ehrenmitgliedschaft des Burgtheaters sowie die Kainz-Medaille und den Nestroy-Theaterpreis für ihr Lebenswerk.

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Ein Leben für die Bühne

Orth spielte beeindruckende Rollen in renommierten Stücken. Zu ihren bedeutendsten Auftritten zählen die Titelrolle in Shaws „Die heilige Johanna“, Klärchen in Goethes „Egmont“ und die Nora in Ibsens bekanntem Werk. Ihre Rückkehr an das Burgtheater im Jahr 1999 nach Jahren in Berlin wurde von einem großartigen Empfang geprägt, und ihre letzte Aufführung mit ihrem Sohn Cornelius Obonya in „Coriolan“ im Jahr 2017 bleibt vielen in Erinnerung.

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Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin war Orth auch aktiv in sozialen Themen und setzte sich vehement gegen Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit ein. Ihre journalistischen Beiträge zur Wochenzeitung „Die Furche“ von 1979 bis 2000 reflektieren ihr Engagement für Toleranz und Menschenrechte. Im Jahr 2015 wurde sie zur Doyenne des Burgtheaters ernannt, eine Auszeichnung, die die herausragende Leistung von Schauspielerinnen würdigt.

Würdigung und Erinnerung

Die Trauerfeier am Burgtheater wird von einem speziellen Programm zur Würdigung von Elisabeth Orth in der nächsten Spielzeit begleitet. Die Theatergemeinschaft und ihre Fans werden stets an ihre beeindruckende Leistung und ihren prägnanten Einfluss auf die Bühnenkunst erinnert. oe24 berichtete über die Trauerfeier und die letzten Stunden der Schauspielikone. Auch das Burgtheater widmet der verstorbenen Schauspielerin einen besonderen Raum in der Erinnerung.

Die theaterhistorische Bedeutung von Elisabeth Orth wird auch in zukünftigen Publikationen gewürdigt. Laut oeaw.ac.at wird ihre Rolle in der österreichischen Theatergeschichte weiterhin beleuchtet werden, was ihre Unvergänglichkeit in der Kunst unterstreicht.