Der Wiener Gesundheitsverbund (WIGEV) hat in seiner Jahres-Pressekonferenz am 4. März 2026 zentrale Entwicklungen für das Jahr 2025 präsentiert, die eindrucksvoll die Fortschritte im Gesundheitswesen der Stadt aufzeigen. In diesem Jahr wurden über 5,2 Millionen ambulante Patient*innen-Kontakte sowie rund 244.548 stationäre Patient*innen verzeichnet. Dies unterstreicht die immense Nachfrage nach medizinischer Versorgung und die hohe Auslastung der Einrichtungen in Wien. Laut WIGEV übernimmt der Gesundheitsverbund etwa 90% aller Rettungsanfahrten in Wien, wobei dieser Wert nachts sogar auf 94% steigt.

Ein wichtiger Fortschritt zeigt sich auch in der Personalsituation: Die Fluktuation des medizinischen Personals ist auf 8,8% gesunken, während die Besetzungsgrade in der Pflege bei 95% und im ärztlichen Bereich bei 96% liegen. Diese Zahlen deuten auf eine stabile und gut durchdachte Personalsituation hin, die sowohl die Qualität der Patientenversorgung als auch die Arbeitsbedingungen für das Personal verbessert.

Technologische Innovationen im Gesundheitswesen

Ein zentrales Element der medizinischen Fortschritte ist der Ausbau der roboterassistierten Chirurgie, die seit 2023 aktiv gefördert wird. In diesem Zusammenhang sind aktuell acht Da-Vinci-Roboter im Einsatz, die eine Vielzahl von Eingriffen ermöglichen. Besonders hervorzuheben ist die kürzlich durchgeführte minimal-invasive Herz-Bypass-Operation in der Klinik Floridsdorf, die erstmals mit einem Da-Vinci-Roboter durchgeführt wurde. Dies stellt nicht nur einen technologischen Erfolg dar, sondern zeigt auch die kontinuierliche Weiterentwicklung dieser chirurgischen Methoden.

Das neueste Highlight ist die Inbetriebnahme eines OP-Roboters der neuesten Generation in der Klinik Landstraße, welcher nun für komplexe Eingriffe, einschließlich der gynäkologischen Chirurgie, eingesetzt wird. Die umfassende Sanierung des OP-Bereichs ist abgeschlossen, wodurch modernste Voraussetzungen für die minimalinvasive Chirurgie geschaffen werden konnten. Laut Cgm ermöglicht die Robotik schnellere Genesungsprozesse und eine deutlich reduzierte Schmerzbelastung für Patient*innen.

Zusätzlich führt die Klinik Landstraße Schilddrüsenoperationen minimalinvasiv über die Achsel durch, was eine präzise Behandlung ohne auffällige Narben ermöglicht. Diese roboterassistierten Techniken werden durch Schulungsmaßnahmen unterstützt, die theoretische und praktische Trainings umfassen, um medizinisches Personal optimal vorzubereiten.

Investitionen in die klinische Infrastruktur

Um auch in Zukunft hochqualitative medizinische Angebote bereitstellen zu können, plant die Stadt Wien, bis 2030 insgesamt 3,3 Milliarden Euro in die klinische Infrastruktur zu investieren. Die vollständige Umsetzung dieser Maßnahmen ist bis 2040 vorgesehen. Zu den wichtigen Baumaßnahmen zählen unter anderem neue Rohbauten in der Klinik Hietzing, Klinik Ottakring und dem Therapiezentrum Ybbs sowie der Spatenstich für die neue Speiseversorgung in der Klinik Donaustadt.

Für das Jahr 2026 ist die Einführung eines ersten Bronchoskopie-Roboters in der Klinik Floridsdorf vorgesehen, der den Patient*innen eine noch präzisere Diagnostik ermöglichen soll. Für die Klinik Hietzing wird die Anschaffung eines zusätzlichen Da-Vinci-Systems vorbereitet, um die bestehenden Kapazitäten für robotergestützte Chirurgie weiter zu erhöhen. Die Kombination all dieser Entwicklungen zeigt, dass der Wiener Gesundheitsverbund auf einem dynamischen Weg ist, die medizinische Versorgung in der Stadt kontinuierlich zu verbessern. Informationen darüber sind auch auf ORF Wien verfügbar.