Die Stadt Wien unterstützt die nachträgliche Installation von außenliegenden Sonnenschutzeinrichtungen, um die Überhitzung von Wohnungen während der Sommermonate zu verhindern. Dieses Förderprogramm, das seit 2020 zur Verfügung steht, ermöglicht es den Wienerinnen und Wienern, bis zu 50 Prozent der Kosten für Rollläden, Jalousien, Fensterläden oder Fassadenmarkisen erstattet zu bekommen, jedoch maximal 1.500 Euro pro Wohneinheit. Laut dem Presseportal Wien wurden in den letzten Jahren über 22.000 Anträge bewilligt, was eine Gesamtsumme von über 25 Millionen Euro ausmacht.

Im Jahr 2025 gab es einen regelrechten Ansturm auf die Förderungen: Über 4.500 Anträge wurden genehmigt, was einem Anstieg von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Damit zeigt sich ein wachsendes Interesse an der Verbesserung der Wohnqualität durch außenliegende Sonnenschutzlösungen, die helfen, den Energiebedarf für Kühlungsmaßnahmen signifikant zu senken. Diese Sonnenschutzsysteme können die Kühllast in Innenräumen um bis zu 80 Prozent reduzieren und tragen somit auch zur Energieeinsparung bei.

Antragstellung und Anforderungen

Anträge können jederzeit bei der Wohnbauförderungsstelle eingereicht werden, sowohl vor Ort in der MA 50, Maria-Restituta-Platz 1, 6. Stock, als auch online. Die notwendigen Unterlagen, die eingereicht werden müssen, umfassen eine aktuelle Rechnung, die nicht älter als sechs Monate sein darf, sowie einen Qualitätsnachweis für die verwendeten Produkte. Bei Mietwohnungen ist zudem die schriftliche Zustimmung des Eigentümers erforderlich, um sicherzustellen, dass alle geforderten Auflagen erfüllt werden. Der Zulassungsprozess wurde durch den Wegfall des Mindestalters für Bestandsgebäude vereinfacht, was die Antragstellung für eine breitere Summe an Wohnberechtigten ermöglicht.

Insgesamt wird die Förderung von verschiedenen Arten von außenliegenden Sonnenschutzlösungen angeboten, wie beispielsweise Rollläden, Jalousien und Fassadenmarkisen. Der Kampf gegen die sommerliche Überhitzung ist ein zentrales Ziel dieser Maßnahmen, da sie nicht nur den Wohnkomfort verbessern, sondern auch die Energiekosten der Haushalte senken können. Nach Informationen von MeinBezirk ist es wichtig, dass alle eingesetzten Materialien und Dienstleistungen von Fachfirmen stammen, um die Förderfähigkeit zu gewährleisten.

Vergleich mit anderen Bundesländern

Die Stadt Wien setzt mit dieser Förderung einen wichtigen Schritt zur Verbesserung des Wohnklimas. Im Vergleich zu anderen österreichischen Bundesländern, die ebenfalls ähnliche Förderungen anbieten, zeigt sich, dass die Stadt Wien eine der großzügigsten Regelungen implementiert hat. Im Burgenland gibt es zinsgünstige Langzeitdarlehen für passiven Sonnenschutz, während in Oberösterreich einmalige Zuschüsse von bis zu 1.000 Euro für Sonnenschutzfenster bereitgestellt werden. So schafft Wien nicht nur Anreize für nachhaltige Wohnlösungen, sondern setzt auch einen wichtigen sozialen Akzent in der Unterstützung von Mietern und Eigentümern.

Insgesamt stellt die Stadt Wien mit ihrem Programm sicher, dass sowohl Eigentümer als auch Mieter von den Vorteilen eines effektiven Sonnenschutzes profitieren können. Laut Kosmo wird damit der Wohnkomfort erheblich gesteigert und gleichzeitig ein Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs geleistet.