Wien positioniert sich als Vorreiterstadt im Bereich barrierefreier Veranstaltungskultur, insbesondere beim bevorstehenden Eurovision Song Contest 2026. Die Stadt strebt an, internationale Großereignisse barrierefrei zugänglich zu machen, um ihr Image als moderne Eventstadt zu stärken. Zugleich ermöglicht dies Menschen mit Behinderungen eine selbstbestimmte Teilnahme an den vielfältigen Events, die in der Wiener Stadthalle, im Eurovision Village und bei den Side Events stattfinden werden. Die Vizebürgermeisterin Barbara Novak hebt die strategische Bedeutung von Inklusion für den Veranstaltungs- und Tourismusstandort Wien hervor und verspricht umfassende Maßnahmen, um die Zugänglichkeit zu gewährleisten. presse.wien.gv.at berichtet, dass die Zusammenarbeit mit Inklusionsexperten von Full Access ein zentrales Element dieser Initiative darstellt.
Full Access wird ein umfassendes Maßnahmenpaket entwickeln, das unter anderem Unterstützung bei Fragen zur Begleitung, Hilfsmitteln, Sicherheitschecks und vor Ort Unterstützung umfasst. Die Verantwortlichkeiten reichen zudem von der Personalschulung über das Volunteer Management bis hin zu speziellen Unterstützungsangeboten für motorische, sensorische und neurodivergente Bedürfnisse. Hierzu zählen etwa Safer Spaces, Vibrationswesten und Touch Tours, um blinden und sehbehinderten Gästen eine barrierefreie Teilnahme zu ermöglichen. Eine spezielle Kontaktadresse wurde für Rückfragen eingerichtet: esc@fullaccess.at.
Inklusion und freiwilliges Engagement
Parallel zum Eurovision Song Contest startet in Wien eine Inklusionskampagne in Kooperation mit „Freiwillig für Wien“. Diese Kampagne hat das Ziel, freiwilliges Engagement zu fördern und barrierefreie Freizeitangebote sichtbar zu machen. Die Stadt möchte, dass alle Personen, unabhängig von ihren Fähigkeiten, ungestört an den Events teilnehmen können.
Um die barrierefreie Planung von Veranstaltungen weiter zu unterstützen, empfehlen Experten verschiedene praktische Checklisten. Die bundesfachstelle-barrierefreiheit.de bietet eine umfassende Übersicht, die sowohl digitale als auch analoge Veranstaltungsformate berücksichtigt. Dazu gehören PDF-Dokumente mit Checklisten für barrierefreie Veranstaltungen und Regelungen für Veranstaltungen mit Menschen, die Lernbehinderungen haben. Wichtige Informationen zur barrierefreien Gestaltung von Seminaren und Tagungen sind ebenfalls verfügbar, um eine inklusive Eventkultur zu fördern.
Die Initiative in Wien dient als Beispiel dafür, wie Großveranstaltungen inklusiv gestaltet werden können, und wird von verschiedenen Organisationen unterstützt, um sicherzustellen, dass alle Besucher die gleichen Möglichkeiten haben, an den Events teilzunehmen. Mit dem Eurovision Song Contest 2026 setzt Wien neue Maßstäbe für die Integration von Menschen mit Behinderungen in die Veranstaltungsplanung.