Im Bezirk Simmering in Wien wird unter dem Titel „Raus aus dem Asphalt“ eine umfassende Begrünungsoffensive gestartet. Ziel ist es, die Lebensqualität und das Mikroklima in der Umgebung der U3-Endstation Simmering erheblich zu verbessern. Wiener Klimateam berichtet, dass auf zwei zentralen Plätzen im Bezirk über 500 Quadratmeter Fläche begrünt werden. Maßgebliche Veränderungen am Simmeringer Platz sowie die Neugestaltung des Vorplatzes der U-Bahn stehen im Fokus dieser Initiative.
Die Maßnahmen umfassen die Schaffung von vergrößerten bepflanzten Baumscheiben und modernen Sitzmöglichkeiten. Außerdem werden neue Bäume und Hochstammsträucher rund um den Froschkönigbrunnen gepflanzt, um das Ambiente aufzulockern und mehr grüne Fläche zu schaffen. Ab Frühjahr 2026 wird auch die Simmeringer Hauptstraße zwischen der Litfaßstraße und Zippererstraße mit 3.500 Quadratmetern neuer Grünflächen aufgepeppt.
Erfolge der Begrünungsoffensive
Die bisherigen Ergebnisse der Begrünungsoffensive sind vielversprechend. Seit Beginn dieser Initiative wurden bereits 344 Projekte umgesetzt, über 3.300 Bäume gepflanzt und mehr als 2.700 Sitzmöglichkeiten geschaffen. Diese Erfolge sind Teil einer umfangreichen Maßnahme zur klimafreundlichen Umgestaltung des urbanen Raums, die im Frühjahr 2022 mit einer Pilotphase gestartet wurde. Aus über 1.100 Einreichungen wurden im Jahr 2022 insgesamt 19 Sieger-Projekte ausgewählt, darunter auch zahlreiche innovative Ideen aus den verschiedenen Wiener Bezirken, wie im Detail von Klimateam dokumentiert.
- Simmering: 11 ausgewählte Projekte zur Begrünung
- Ottakring: 3 ausgewählte Projekte zur Verkehrsberuhigung
- Margareten: 5 ausgewählte Projekte, darunter Fassadenbegrünungen
Die Umsetzung dieser Projekte wird ab 2023 durch die zuständigen Dienststellen weiter vorangetrieben. Ein wichtiges Ziel dabei ist die Entsiegelung von Flächen, die auch in anderen Bereichen der Stadt verfolgt wird.
Klimafreundliche Stadtentwicklung
Die Maßnahmen der Stadt Wien stehen im Einklang mit nationalen Programmen, die darauf abzielen, urbane Räume an die wachsenden Herausforderungen des Klimawandels anzupassen. Das von der Bundesregierung 2020 aufgelegte Förderprogramm zur „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ unterstützt von BMWSB vorgesehene Maßnahmen. Diese beinhalten die dringende Notwendigkeit, öffentliche Grün- und Freiflächen zu erhalten, anzupassen und zu erweitern.
Ein zentrales Anliegen ist die Minderung der Risiken durch extreme Wetterereignisse, die durch den Klimawandel noch deutlicher spürbar werden. Durch die Förderung dieser Projekte sollen nicht nur die Lebensqualität der Bürger verbessert, sondern auch die biologische Vielfalt und die Kohlenstoffbindung in städtischen Umgebungen gestärkt werden.
Insgesamt zeigt das Wiener Klimateam, wie durch engagierte Stadtentwicklung Konzepte zur Verbesserung der urbanen Lebensqualität und zur Bekämpfung der Klimakrise erfolgreich umgesetzt werden können.

