Österreich

Wie das Parlament die Wahlbeteiligung bei der EU-Wahl am 9. Juni ankurbelt

Darum setzt das Parlament auf eine innovative Infokampagne.

Eine Infokampagne und eine Ausstellung im Besucherzentrum des Parlaments sollen dazu beitragen, die Wahlbeteiligung bei der EU-Wahl am 9. Juni zu steigern. Die Ausstellung besteht hauptsächlich aus Informationsplakaten und läuft bis zum 10. Juni. Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka betonte, dass es darum gehe, die Verbindung des österreichischen Parlaments zum Europäischen Parlament aufzuzeigen. Die Ausstellung soll die Bedeutung Österreichs innerhalb der EU verdeutlichen und die Menschen dazu ermutigen, an der Wahl teilzunehmen.

Ein zentraler Bereich der Ausstellung widmet sich der Europawahl 2024 und bietet Einblicke in den Wahlprozess sowie die Schlüsselthemen, die die Wahl beeinflussen. Die Entwicklung der EU in der Vergangenheit, der EU-Beitritt Österreichs und der Wirkungsbereich des europäischen Bündnisses werden ebenfalls thematisiert. Um junge Bürgerinnen und Bürger, insbesondere Erstwähler, zu erreichen, betreibt das Parlament einen Tiktok-Kanal. Kurze Videos sollen dort erklären, wie parlamentarische Prozesse und das politische System Österreichs funktionieren.

Die Wahlbeteiligung bei den Europawahlen ist ein viel diskutiertes Thema, da in der Vergangenheit viele Menschen in Österreich den EU-weiten Urnengang ignorierten. Bei der letzten EU-Wahl 2019 betrug die Wahlbeteiligung immerhin rund 60 Prozent, der zweithöchste Wert seit dem EU-Beitritt. In den Jahren von 1999 bis 2014 lag die Teilnahmequote jedoch stets unter 50 Prozent. Die Maßnahmen des Parlaments, wie die Ausstellung und die Infokampagne, zielen darauf ab, das Bewusstsein für die Bedeutung der EU und die Wichtigkeit der Wahl zu stärken, um die Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an der EU-Wahl zu ermutigen.

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