Audi muss sich nach nur zwei Rennen in der aktuellen Formel-1-Saison von seinem Teamchef Jonathan Wheatley trennen. Der Rücktritt erfolgt mit sofortiger Wirkung und ist auf persönliche Gründe zurückzuführen. Laut Laola1 wird Mattia Binotto, der zuvor Teamchef bei Ferrari war, die Aufgaben des Teamchefs übernehmen. Binotto war seit März 2025 Teil des Audi F1 Projekts und spielte eine wichtige Rolle beim Aufbau des Renninger-Teams, das aus dem ehemaligen Sauber-Rennstall hervorgegangen ist.
Die Trennung geschieht nach einer kurzen gemeinsamen Zeit von Wheatley und Audi, wobei er erst im April 2025 in einer Doppelspitze mit Binotto in die Verantwortung trat. Audi CEO Gernot Döllner äußerte in einer Mitteilung seinen Dank an Wheatley für dessen Beitrag in der entscheidenden Einstiegsphase und wünschte ihm alles Gute für die Zukunft. Trotz des abrupten Wechsels betonte Döllner, dass die langfristige Ausrichtung des Unternehmens, ein Hochleistungsteam für Weltmeisterschaften bis 2030 aufzubauen, unverändert bleibt.
Wheatleys potenzieller Wechsel zu Aston Martin
Es gibt Spekulationen darüber, dass Wheatley zu Aston Martin wechseln könnte. Dort wäre er in der Lage, die Aufgaben von Adrian Newey, dem derzeitigen Teamchef, zu übernehmen. Newey ist maßgeblich für die Fahrzeugentwicklung verantwortlich und soll sich verstärkt auf diesen Bereich konzentrieren, während Aston Martin zurzeit mit Motorproblemen, insbesondere mit der Honda-Power Unit, kämpft. Bisher hatte kein Aston-Martin-Pilot ein Rennen in dieser Saison zu Ende fahren können, was die Herausforderungen des Teams unterstreicht.
Im Gegensatz dazu hat Audi einen vielversprechenden Start in die Saison hingelegt und konnte bereits Punkte sammeln. Der Fahrer Gabriel Bortoleto erreichte als Neunter in Australien Audi’s erste WM-Punkte, während Nico Hülkenberg bisher nicht in die Top 10 gelangte. Der Umstand, dass Audi mit einem konkurrenzfähigen Fahrzeug aufwarten kann, zeigt, dass der Einstieg ins Formel-1-Geschäft gut gelungen ist, trotz der nun erforderlichen personellen Veränderungen.
Struktur und Zukunft des Audi F1 Projekts
Die Verantwortlichkeiten innerhalb des Audi F1 Projekts werden neu strukturiert. Wie Audi Media Center berichtet, wird Binotto obendrein die Rolle des Team Principal übernehmen. Der Fokus liegt weiterhin auf dem Ziel, ein wettbewerbsfähiges Team aufzubauen, das in der Formel 1 an der Spitze mitkämpfen kann.
Mit dem Wechsel von Wheatley und der Übernahme durch Binotto wird der eingeschlagene Weg zur kontinuierlichen Entwicklung der organisatorischen Strukturen fortgesetzt. Audi plant, auf diesem Fundament bis 2030 an der Weltmeisterschaft zu kämpfen und ein erstklassiges Rennteam zu etablieren.
Für das Werksteam bleibt die Möglichkeit bestehen, dass Wheatley zu Aston Martin wechselt, welche noch nicht offiziell bestätigt ist. Die Situation verdeutlicht die Dynamik und ständige Veränderung, die im Motorsport herrscht, insbesondere in der Formel 1.



