Am 1. März 2026 wird ein neuer Abschnitt im Schienenverkehr in Kärnten beginnen. Die Westbahn wird ihre regulären Fahrten auf der Südstrecke aufnehmen und damit eine direkte Verbindung für den Fernverkehr in der Region schaffen. Dies geschieht im Rahmen einer Erweiterung des bestehenden Angebots, das alle Beteiligten erfreut. Laut klick-kaernten.at wird die Westbahn zunächst täglich dreimal in Kühnsdorf halten. Ab Ende März sind bis zu fünf Verbindungen pro Tag geplant, was die Erreichbarkeit von Süd-Kärnten zu Städten wie Wien und Graz deutlich verbessert.
Diese Initiative ist das Resultat jahrelanger Anstrengungen der Wirtschaftskammer Kärnten, die auf eine direkte Anbindung an das Fernverkehrsnetz hinarbeiten. Rund 40.000 Menschen in der Region werden von dieser Verbesserung profitieren, welche neue Impulse für Wirtschaft, Tourismus und Pendler bringen können.
Erweiterung des Fahrplans
Im Frühjahr 2026 wird die Westbahn nicht nur die Verbindungen in Kühnsdorf einführen, sondern auch insgesamt das bestehende Fahrplanangebot um zehn neue Verbindungen täglich erweitern. Dies umfasst fünf Züge in Richtung Wien und fünf in Richtung Kärnten. Wirtschafts- und Verkehrslandesrat Sebastian Schuschnig hebt die Bedeutung dieser Entwicklung für Kärnten hervor, denn sie erhöht den Stellenwert der Südstrecke im österreichischen Eisenbahnnetz, wie vk24.at berichtet.
Der Einstieg der Westbahn ist Ergebnis intensiver Verhandlungen, um die Attraktivität der Südstrecke zu steigern. Schuschnig sieht in der dualen Anbieterstruktur Chancen auf mehr Wettbewerb und damit verbundene Verbesserungen der Angebotsqualität. Die Gespräche auf Vorstandsebene in Wien sind für die kommenden Tage angesetzt, um konkrete Details zur Zusammenarbeit zu klären.
Fahrzeiten und Vernetzung
Die Fahrzeit von Graz nach Kühnsdorf wird künftig nur 32 Minuten betragen, während der Zug von Kühnsdorf nach Klagenfurt in rund zehn Minuten erreicht wird. Dies ist ein signifikanter Fortschritt, besonders in Anbetracht der zukünftigen Integration in das nationale Bahnnetz. Neben den neuen Verbindungen der Westbahn wird die ÖBB mit weiteren Zügen eine Verdichtung der Strecke zwischen Wien, Graz, Klagenfurt und Villach anstreben. Aktuell sind 26 tägliche Verbindungen zwischen Wien und Klagenfurt geplant, wie die ÖBB bekannt gibt.
Die erweiterte Zugverbindung wird nicht nur die Reisezeiten verkürzen, sondern auch nahtlose Umstiege zwischen Nah- und Fernverkehr ermöglichen, was insbesondere für Pendler von Bedeutung ist. Neue Interregio-Linien sollen zudem die Verbindungen zwischen den Bundesländern verbessern.
Die bevorstehende Premierenfahrt der Westbahn von Wien nach Klagenfurt am 27. Februar wird die neue Verbindung präsentieren und die Möglichkeit bieten, Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h zu erreichen. Damit wird deutlich, dass die Mobilitätsplanung in Kärnten aktiv vorangetrieben wird, um den Bedürfnissen der Bevölkerung und der Wirtschaft gerecht zu werden.