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Im Jahr 2024 verzeichnete Österreich eine auffällige Entwicklung in der Eheschließung und Scheidung. Laut Kleine Zeitung gab es im Vergleich zum Vorjahr 931 weniger Hochzeiten, was einem Rückgang von zwei Prozent entspricht. Die Gesamtzahl der Eheschließungen betrug 45.855, bei denen 779 gleichgeschlechtliche Paare den Schritt wagten. Dieser Trend ist besonders in acht Bundesländern zu beobachten, wobei Burgenland mit einem Minus von 14,8 Prozent besonders negativ heraussticht. Einzige Ausnahme war die Steiermark, wo 2,3 Prozent mehr Menschen "Ja" sagten.
Rückgang der Scheidungen
Doch nicht nur die Anzahl der Hochzeiten ist gesunken, auch die Scheidungen nahmen ab. Im Jahr 2024 wurden 14.344 Ehen geschieden, was einen Rückgang von 2,6 Prozent bedeutet, wie Puls 24 berichtete. Im Vergleich dazu stieg die Anzahl der Scheidungen im Jahr 2023 um 5,2 Prozent auf 14.721. Die Scheidungsrate ist jedoch insgesamt zurückgegangen, was für einige Bundesländer wie Kärnten und Tirol deutlich zu beobachten ist, wo die Zuwächse bei den Scheidungen bei bis zu 12,9 Prozent lagen.
Die Vorlieben der Paare zeigen sich auch bei den eingetragenen Partnerschaften. Im Jahr 2024 entschieden sich 1.737 verschiedengeschlechtliche und 120 gleichgeschlechtliche Paare für diesen Schritt, wobei im Vergleich zu 2023 die Anzahl der Begründungen deutlich stieg. Parallel dazu gab es um 22 weniger Auflösungen, was für eine stabilere Beziehungskultur spricht. Trotz der Schwierigkeiten in der Ehe reflektieren diese Zahlen einen Wandel im Beziehungswesen in Österreich.
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