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Wartezeiten bei OPs: Niederösterreicherin kämpft um ihren Termin!

Christine Scheucher aus St. Veit an der Gölsen kämpft mit einem unerwarteten Problem – ihre dringend benötigte Schulter-Operation wurde abgesagt. Ursprünglich war der Eingriff am 13. Januar 2025 in einem Wiener Krankenhaus geplant, doch kurz vor Weihnachten erhielt die 63-Jährige die schockierende Nachricht: „Die Operation ist abgesagt und es gibt keine weiteren Termine“, berichtet sie enttäuscht. Dies hat jedoch nicht nur sie getroffen. Laut Gerhard Jelinek, dem Wiener Patientenanwalt, haben sich bereits mehrere Personen bei der Patientenanwaltschaft gemeldet. Das Problem mag ausgegrenzt erscheinen, aber der Patientenanwalt für Niederösterreich, Michael Prunbauer, vermutet, dass die Zahl der Betroffenen viel höher ist, da nur bewusst gemeldete Fälle erfasst werden.

Rechtswidrige Abweisung und hohe Wartezeiten

Die Situation ist insbesondere für nicht-notfallmäßige Eingriffe von Bedeutung, denn solche Abweisungen sind laut Prunbauer rechtswidrig. Niederösterreich überweist jährlich 500 Millionen Euro im Rahmen des Finanzausgleichs an Wien, um die sogenannten „Gastpatienten“ zu betreuen. Die Kritik wird von Landesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) laut, der zudem hervorhebt, dass viele Niederösterreicher in Wien arbeiten und dort Steuern zahlen – eine Ungerechtigkeit, wenn man sie bei der Vergabe von OP-Terminen benachteiligt. Im Gegensatz dazu argumentiert Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ), dass die Wiener Wartezeiten verkürzt werden müssen und betont, dass die Stadt offen für Gespräche über eine gemeinsame Planung und Finanzierung mit anderen Bundesländern ist.

Das zugrunde liegende Problem liegt nicht nur in den Absagen, sondern auch in den allgemein langen Wartezeiten für Planoperationen in Österreich. Der Umgang mit Wartelisten ist aufgrund von Kapazitätsengpässen in vielen Städten problematisch. Aktuell halten viele Krankenhäuser in Wien und Niederösterreich ihre Wartezeiten statistisch unter Verschluss – eine Information, die für betroffene Patienten und potenzielle Patientinnen von großer Bedeutung ist, wie die umfassenden Daten von verschiedenen Landeskliniken zeigen. So warten Patientinnen beispielsweise in den NÖ-Landeskliniken in Bereichen wie Hüfte, Knie oder Wirbelsäule teils mehrere Monate auf ihre Operationen. Für Christine Scheucher bleibt die Hoffnung, dass ihr neuer Termin am 3. März tatsächlich gehalten wird, auch wenn sie befürchtet, die Situation könnte sich erneut ändern, wenn sie schon einmal ihre Unterlagen ausfüllen muss.

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Ort des Geschehens


Details zur Meldung
Was ist passiert?
Kritik
In welchen Regionen?
Wien, Niederösterreich
Genauer Ort bekannt?
St. Veit an der Gölsen, Österreich
Ursache
Abweisung von Gastpatienten
Beste Referenz
noe.orf.at
Weitere Quellen
klinikguide.at

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