Am 6. März 2026 ereignete sich ein Forstunfall in Klagenfurt, bei dem ein 35-jähriger Waldarbeiter verletzt wurde. Der Vorfall geschah gegen 08:20 Uhr während Schlägerungsarbeiten, als ein abgebrochenes Baumstück den Arbeiter im Gesicht traf. Sofortige Rettungsmaßnahmen wurden von anwesenden Personen eingeleitet, und der Verletzte erhielt umgehend erste Hilfe im Anschluss an den Unfall.

Die schweren Verletzungen, die der Mann erlitt, waren anfangs unbestimmten Grades. Nach der notärztlichen Erstversorgung wurde der Verletzte mit einem Bergeeise durch den Rettungshubschrauber C11 geborgen und ins Klinikum Klagenfurt gebracht, wo er weiter behandelt wurde. Dieser Vorfall wirft ein Licht auf die Gefahren, denen Waldarbeiter während ihrer Tätigkeit ausgesetzt sind, insbesondere durch herabfallende Äste und unsichere Arbeitsbedingungen.

Herausforderungen und Risiken im Wald

Die Waldarbeit steht vor vielfältigen Herausforderungen, die durch den Klimawandel, Schädlinge wie den Borkenkäfer und Baumkrankheiten verstärkt werden. Im Jahr 2022 registrierte man über 4.000 meldepflichtige Unfälle im Bereich der Waldarbeit, wobei die Unfallzahlen leicht rückläufig waren. Dennoch bleibt das Risiko für Verletzungen hoch, insbesondere bei Fällarbeiten und der Holzaufbereitung. Die häufigsten Ursachen für Arbeitsunfälle im Forst sind unsachgemäße Schnitttechniken sowie das Arbeiten mit instabilen Bäumen.

Um die Sicherheit der Mitarbeitenden zu gewährleisten, sind Maßnahmen zur Unfallvermeidung von zentraler Bedeutung. Hierzu zählen unter anderem Gefährdungsbeurteilungen sowie die richtige Vorbereitung des Arbeitsplatzes. Insbesondere die Beurteilung der Bäume vor der Fällung ist essenziell, um potenzielle Gefahren zu identifizieren. Auch moderne Maschinen können zur Risikominderung beitragen.

Schutzausrüstung und Arbeitgeberverantwortung

Die notwendige persönliche Schutzausrüstung (PSA) umfasst unter anderem Schnittschutzschuhe, -hosen sowie Helme mit Visier, die vor herabfallenden Ästen schützen. Schutzmaßnahmen sind nicht nur für die Sicherheit der Arbeiter entscheidend, sondern auch gesetzlich geregelt, unter anderem durch das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und die DGUV Regel 114-018. Arbeitgeber tragen die Hauptverantwortung für die Einhaltung dieser Vorschriften und sind verpflichtet, regelmäßige Schulungen zur Sicherheit anzubieten.

Die Sicherheit im Wald ist ein wichtiges Thema, das besonders in Anbetracht der Vorfälle wie in Klagenfurt Beachtung finden sollte. Eine sorgfältige Planung, die Berücksichtigung von Gefahren sowie die richtige Schutzausrüstung sind entscheidend für die Sicherheit der Mitarbeitenden in diesem wertvollen, aber auch riskanten Wirtschaftszweig.