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Im Wahlkampfgetümmel für die Wiener Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen am 27. April 2025 gibt es bereits einen Aufreger: In Hietzing wurde ein internes Dokument, das Aufgaben und Strategien für die ÖVP enthält, fälschlicherweise an alle Mandatare des Bezirks versendet. Diese pikante Enthüllung wurde von der Krone aufgedeckt. Die verantwortliche Magistratsmitarbeiterin, die diesen Fehler begangen hat, war in der Dienstzeit tätig und handelte somit gegen die strengen Richtlinien, die eine klare Trennung zwischen öffentlicher Verwaltung und parteilicher Wahlkampfaktivität vorschreiben. Dieses Dokument beinhaltete Termine für Hausbesuche und Aktionen sowie Themen wie der Verbindungsbahn und die Suche nach einem neuen Nahversorger am Küniglberg.
Die Wiener ÖVP versucht, die Verantwortung abzulehnen, indem sie erklärt, dass sie nicht in die internen Abläufe involviert sei und selbstverständlich die gesetzlichen Vorgaben einhalte. Dennoch wird das Vorgehen von den Neos scharf kritisiert, die von einem Missbrauch von Steuergeldern sprechen und rechtliche Schritte nicht ausschließen. Bezirkspolitiker Christian Gerzabek verteidigt das Vorgehen seiner Partei, indem er den Vorwurf als „bösartig und unfair“ zurückweist und behauptet, die Informationen im Dokument seien nicht geheim und würden auch von anderen Parteien verwendet.
Die bevorstehenden Wahlen sind entscheidend; sie bieten die Möglichkeit, über die Verteilung von 100 Mandaten im Gemeinderat und bis zu 60 Mandate in den Bezirksvertretungen zu entscheiden, wie wien.gv.at informiert. Die Frist für Unterstützungserklärungen für neue Kandidaten läuft bereits, und wahlberechtigte Personen werden ermutigt, ihre Stimmen abzugeben, um die Weichen für die kommende Legislaturperiode zu stellen.
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