Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) warnt aktuell vor einer neuen Welle von Phishing-Mails, die Versicherte gezielt ansprechen. Diese gefälschten E-Mails versprechen Rückerstattungen und fordern zur Aktualisierung von Kontodaten auf. Betrügerische Mitteilungen enthalten oft gefälschte Absenderangaben sowie Bearbeitungsdaten und konkreten Beträge, die die Empfänger zur Handlungsaufforderung verleiten. Ein Klick auf den Button „Jetzt Auszahlung anfordern“ führt direkt zu betrügerischen Webseiten, auf denen persönliche Daten in Gefahr geraten, berichtet gailtal-journal.at.
Die ÖGK stellt klar, dass sie niemals per E-Mail oder SMS nach Kontodaten, Zahlungsinformationen oder anderen sensiblen persönlichen Daten fragt. Stattdessen sollten Versicherte Rückerstattungen und Anfragen über die offizielle Website meineoegk.at mit einem ID-Austria-Login überprüfen. Der Besuch unsicherer Webseiten und das Klicken auf verdächtige Links sollten unbedingt vermieden werden. Ein weiterer Hinweis der ÖGK ist, dass bei Unsicherheiten Rückfragen direkt bei der Kasse erfolgen sollten, um mögliche Betrügereien zu entlarven. Die Gesundheitskasse hat zu diesem Zweck eine Webseite mit umfassenden Informationen zu Phishing-Mails und Kontaktmöglichkeiten eingerichtet.
Wachsende Bedrohungen durch Phishing
Phishing-Mails sind nicht nur ein Problem in der digitalen Kommunikation. Die Österreichische Gesundheitskasse hat festgestellt, dass auch Phishing-SMS im Umlauf sind, die ähnliche falsche Meldungen verbreiten. Immer wieder werden die Versicherten mit unseriösen Absenderadressen und Betreffzeilen wie „Ihre Rechnung wurde doppelt verrechnet“ oder „Ihre Rückerstattung von 180,50 EUR wartet auf Sie!“ konfrontiert. Solche Nachrichten haben oft unpersönliche Anreden, was ein weiteres Indiz für die Betrugsversuche ist.
Laut den Informationen des Bundeskriminalamts sind Straftäter immer auf der Suche nach Zugangsdaten, um illegale Transaktionen im Internet durchzuführen. Diese gesammelten Daten werden häufig für den Aufbau illegitimer Geschäftsmodelle verwendet. Es ist daher wichtig, sich aktiv zu schützen und vorsichtig mit persönlichen Informationen umzugehen.
Präventionsmaßnahmen zur Sicherung der digitalen Identität
Um Opfer von Identitätsdiebstahl und Phishing zu werden, ist es entscheidend, eine Reihe von Schutzmaßnahmen zu befolgen. Dazu zählen:
- Betriebssystem, Browserversion, Firewall und Anti-Viren-Software stets aktuell halten.
- Für den Internetzugang ein Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten verwenden.
- Regelmäßige Datensicherungen auf externen Datenträgern durchführen.
- Programme nur aus Originalquellen oder rechtmäßigen App-Stores herunterladen.
- Links und Anhänge nur von vertrauenswürdigen Quellen öffnen.
- Mit persönlichen Daten in sozialen Netzwerken restriktiv umgehen.
Zusätzlich sollten effektive Passwörter für Geräte und Nutzer-Accounts verwendet werden. Der sichere Austausch von sensiblen Informationen sollte immer über offizielle und gesicherte Kanäle erfolgen. Die Nutzung von Zwei-Faktoren-Authentifikationen bei wichtigen Bank-Transaktionen ist auch eine empfohlene Maßnahme zum Schutz vor missbräuchlichem Zugriff.
Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen können Versicherte der ÖGK und andere Nutzer ihre digitale Identität besser schützen und sich vor den stetig wachsenden Bedrohungen durch Internetkriminalität wappnen.