Der Valentinstag, der heute, am 14. Februar 2026, gefeiert wird, ist für viele Singles Anlass, über Online-Dating nachzudenken. In dieser Zeit boomen die Dating-Apps, die oft mit verlockenden kostenlosen Probe-Abos werben. Doch Achtung: Solche Testangebote können in kostenpflichtige Verträge übergehen, wie 5min berichtet.

Nutzer sollten sich bewusst sein, dass nach Ablauf der Testphase unerwartete Kosten anfallen können. Experten wie Melanie Gößler raten, Verträge vor ihrem Abschluss genau zu lesen. Wichtige Punkte sind Kosten, Laufzeit und Kündigungsmöglichkeiten. Besonders kritisch ist die automatische Verlängerung. Diese ist zwar erlaubt, muss jedoch klar kommuniziert werden. Nutzer müssen informiert sein, wann sich das Abo verlängert und wie sie es rechtzeitig kündigen können.

Die Gefahren von automatischen Verlängerungen

Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) warnt vor Kostenfallen auf Online-Partnerbörsen. Nutzer berichten häufig über automatische Vertragsverlängerungen und versteckte Zusatzleistungen, die zusätzliche finanzielle Belastungen mit sich bringen können. Es ist wichtig zu wissen, dass seit 2022 automatische Verlängerungen nur zulässig sind, wenn sie unbefristet sind und mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden können. Nutzer sollten vor dem Abschluss nach Begriffen wie „Verlängerung“, „Kündigungsfrist“ und „Mindestlaufzeit“ suchen und sich eine Erinnerung nach der Buchung setzen.

Bei online abgeschlossenen Abos besteht ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Dennoch verlangen viele Anbieter Geld, auch wenn der Widerruf fristgerecht erfolgt, oft mit dem Verweis auf Wertersatz. Gerichte haben festgelegt, dass der Wertersatz nur zeitanteilig berechnet werden darf. Nutzer sollten auch bei den Bedingungen der Anbieter aufpassen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Vorsicht vor unverhofften Zusatzkosten

Nutzer könnten auch von Fake-Profilen kontaktiert werden, um sie dazu zu bringen, länger aktiv zu bleiben. Diese Informationen sind oft im Kleingedruckten versteckt. Dazu empfiehlt das EVZ, vor Vertragsabschluss Screenshots zu machen und alle Bestätigungen aufzubewahren. Dies kann hilfreich sein, sollte es zu Problemen kommen und rechtlicher Beistand notwendig werden, insbesondere bei Anbietern im EU-Ausland.

Neben den finanziellen Aspekten überlegt auch eine neue Generation von Singles, wie sie das Online-Dating sicherer und effizienter gestalten können. Zwei WG-Bewohner in Freiburg haben zum Beispiel eine neue Dating-App entwickelt, die echte Begegnungen fördern soll. So kann der Spannungsbogen zwischen digitalem und analogem Kennenlernen erneut ein wenig mehr ausgeglichen werden.

Schließlich ist es erwähnenswert, dass die Kosten für Dating-Apps stark variieren können – von kostenlos bis zu 100 Euro pro Monat. Höhere Preise deuten häufig auf ernsthafte Absichten der Nutzer hin. Während Anbieter wie Parship und Elitepartner auf langfristige Beziehungen abzielen, ermöglicht eine Plattform wie Tinder unverbindliche Flirts.

In der Regel sind Jahresverträge pro Monat günstiger als kürzere Laufzeiten. Die Teilnahme an dieser digitalen Partnersuche kann jedoch sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringen, insbesondere wenn man die Bedingungen nicht genau prüft. Das Ziel sollte es sein, mit einer gesunden Portion Skepsis und einer informierten Herangehensweise an die Sache heranzugehen.

Um den besten Überblick zu behalten, ist es daher unerlässlich, Angebote und deren Konditionen vor der Anmeldung genau zu vergleichen. Die Verbindung von digitaler und analoger Partnersuche bleibt ein spannendes Thema, gerade am Valentinstag, wenn sich viele auf die Suche nach einer besonderen Person machen.

Mehr Informationen gibt es in dem Artikel von rosenheim24 und auf SWR, wo Tipps zur Vermeidung von Kostenfallen auf Online-Dating-Plattformen gegeben werden.