Mit dem Ende des Vignettenjahres am 31. Jänner 2026 stehen Fahrzeuglenker in Österreich vor einer wichtigen Frist. Ab dem 1. Februar 2026 müssen sie eine neue Vignette besitzen, um auf den mautpflichtigen Straßen des Landes fahren zu dürfen. Das berichtet 5min.at. Fahren ohne gültige Vignette kann teuer werden, mit Strafen von bis zu 200 Euro. ASFINAG-Mautaufsichtsorgane berichten zudem von kreativen Ausreden, die Autofahrer für fehlende Vignetten erfunden haben.
Die für das Jahr 2026 gültigen Vignetten sind in zwei Varianten erhältlich: als Klebevignette in einem auffälligen Feuerrot sowie als digitale Vignette. Die Klebevignette kann ab sofort an verschiedenen Verkaufsstellen erworben werden, darunter alle Stützpunkte und Grenzstationen des ÖAMTC und weitere Vertriebspartner. Vor allem rund ein Viertel der Käufer zieht die traditionelle Klebevariante der digitalen Form vor, die im nächsten Jahr endgültig die einzige Option sein wird.
Umstellung auf digitale Vignette
Die digitale Vignette 2026 bietet mehrere Vorteile: Sie muss nicht geklebt werden und ist sofort gültig, sofern sie direkt beim ÖAMTC erstanden wird. Eine digitale Vignette ist nicht an ein Fahrzeug, sondern an das Kennzeichen gebunden, was den Wechsel zwischen Fahrzeugen erleichtert. Digitale Vignetten müssen jedoch 18 Tage vor ihrem Gültigkeitsbeginn online gekauft werden, um gesetzeskonform zu sein.
- Preise für Pkw (bis 3,5 t zul. Gesamtgewicht):
- 1-Tages-Vignette: EUR 9,60 (nur digital erhältlich)
- 10-Tages-Vignette: EUR 12,80
- 2-Monats-Vignette: EUR 32,00
- Jahresvignette: EUR 106,80
- Preise für Motorräder:
- 1-Tages-Vignette: EUR 3,80 (nur digital erhältlich)
- 10-Tages-Vignette: EUR 5,10
- 2-Monats-Vignette: EUR 12,80
- Jahresvignette: EUR 42,70
Für Menschen mit Behinderungen gibt es die Möglichkeit, eine kostenlose digitale Jahresvignette unter bestimmten Voraussetzungen zu erhalten. Ab 2027 wird es keine Klebevignetten mehr geben; alle neuen Vignetten werden in digitaler Form verfügbar sein, wie oeamtc.at erklärt.
Zukünftige Entwicklungen
Die Umstellung von der Klebevignette auf die digitale Variante wird auch für umweltbewusste Autofahrer von Vorteil sein. Die digitale Vignette kann für bis zu drei vignettenpflichtige Fahrzeuge verwendet werden, was besonders für Familien oder Fuhrparkbetreiber praktisch ist. Wichtig bleibt jedoch, dass Vignetten vor dem Befahren mautpflichtiger Straßen gekauft werden müssen, um mögliche Strafen zu vermeiden, die im schlimmsten Fall zwischen 300 und 3.000 Euro liegen können, wenn die Vignette ungültig oder nicht richtig angebracht ist, wie oesterreich.gv.at feststellt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich Autofahrer in Österreich um zeitgemäße Lösungen kümmern sollten, um problemlos und straffrei durch das Land zu fahren. Die neue Feuerrote Klebevignette und die digitale Vignette stehen jetzt zur Verfügung; eine entscheidende Weichenstellung für die Zukunft stellt die vollständige Umstellung auf digitale Vignetten im Jahr 2027 dar.