Im Rahmen der 74. Vierschanzentournee, die seit dem 28. Dezember 2025 in Deutschland und Österreich stattfindet, zeichnet sich ein spannendes Finale ab. Der letzte Wettkampf in Bischofshofen steht vor der Tür, wobei der österreichische Skispringer Domen Prevc derzeit die Führung behauptet. Nach dem Bergiselspringen in Innsbruck hat er einen Vorsprung von 41,4 Punkten auf Jan Hörl und 41,7 Punkten auf Stephan Embacher. Prevc könnte somit den goldenen Adler zehn Jahre nach dem Triumph seines Bruders Peter zurück in die Familie holen. Ö24 berichtet, dass es für Hörl und Embacher eine große Herausforderung wird, diesen Rückstand aufzuholen.

Die Stimmung im österreichischen Lager ist trotz der Schwierigkeiten optimistisch. Jan Hörl, der in der Qualifikation den dritten Platz belegte, äußert, dass es schwer werde, den Rückstand aufzuholen, bleibt jedoch positiv. Sein Teamkollege Embacher zeigte sich mit seiner Leistung ebenfalls zufrieden, ohne sich zu sehr mit Rechenspielen zu beschäftigen. Der ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl gibt sich optimistisch, dass der österreichische Adler beim Finale in Bischofshofen noch einmal zu Kräften kommt.

Leistung und Herausforderungen der Athleten

Die Qualifikation für den dritten Wettkampf in Innsbruck, bei der Jan Hörl mit einem Sprung auf 128 Meter die Konkurrenz übertraf, zeigte die Stärke der österreichischen Athleten. Dicht gefolgt von Stefan Kraft, der mit 127,5 Metern und 131,6 Punkten den zweiten Platz errang, und Stephan Embacher, der mit seiner Leistung auf 125 Meter und 129,4 Punkten den dritten Platz sicherte. Daniel Tschofenig, Titelverteidiger, freute sich über den sechsten Rang und sieht dennoch Raum für Verbesserungen.

In der Qualifikation hingegen erlebte Domen Prevc eine Schwächephase und landete bei schwierigen Bedingungen lediglich auf dem 30. Platz. Diese Leistung steht im Kontrast zu seinen vorherigen Siegen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen. Prevc, der als Favorit gilt, musste zudem 0,5 Punkte hinter dem japanischen Sieger Ren Nikaido in Innsbruck einsehen, dass der Grand Slam in diesem Jahr nicht in greifbare Nähe rückt. Embacher verpasste seinen ersten Weltcupsieg nur um 0,7 Punkte und wird somit alles daran setzen, beim nächsten Versuch in Bischofshofen seine Chancen zu nutzen.

Ein Blick auf die Geschichte der Vierschanzentournee

Die Vierschanzentournee, die als eines der prestigeträchtigsten Events im Skispringen gilt, wurde erstmals 1953 ausgetragen. Die Idee zur Veranstaltung stammt von Mitgliedern der Skiclubs in Partenkirchen und Innsbruck, und die Tournee hat sich seitdem zu einer wichtigen Größe im Skisprungkalender entwickelt. Die Gesamtwertung wird durch die Addition der Punkte aus den vier Springen ermittelt, wobei Weite, Haltung und Windfaktoren eine Rolle spielen. Wikipedia informiert, dass es ein K.-o.-System gibt, das seit der Saison 1996/97 die Wettbewerbsbedingungen verbessert.

Die Geschichten und Rekorde, die im Rahmen der Tournee entstanden sind, wie die acht Gesamtsiege von Janne Ahonen, motivieren die Athleten, ihr Bestes zu geben. Die Fans dürfen gespannt auf das Finale am Dienstag um 16:30 Uhr (live ORF 1) blicken, wo der Ausgang der 74. Vierschanzentournee endgültig entschieden wird. Ein spannender Wettkampf steht bevor, und die Frage bleibt, ob Prevc seinen Titel verteidigen kann oder ob Hörl und Embacher ihm das Zepter abnehmen werden.