Vorarlberg

Tod des ehemaligen Landtagspräsidenten Gebhard Halder: Ein Leben in der Politik

Lebenswerk eines Alt-Landtagspräsidenten - Gebhard Halder und seine politischen Errungenschaften

Alt-Landtagspräsident Gebhard Halder ist im Alter von 81 Jahren verstorben. Er hatte von 2004 bis 2009 das Amt des Präsidenten des Vorarlberger Landtags inne und war Träger des Goldenen Ehrenzeichens des Landes Vorarlberg. Halder war insgesamt 25 Jahre lang Mitglied des Vorarlberger Landtags, zuerst als Abgeordneter von 1984 bis 1999, dann als Klubobmann der ÖVP, später als zweiter Vizepräsident ab 2003 und schließlich als Präsident von 2004 bis zu seinem Ausscheiden in den Ruhestand.

Gebhard Halder wurde am 17. August 1942 in Bregenz geboren und absolvierte die Ausbildung zum Landwirtschaftsmeister an der Landwirtschaftlichen Fachschule Mehrerau. Er war von 1975 bis 1985 Mitglied der Bregenzer Stadtvertretung und von 1986 bis 1993 Landesobmann des Bauernbundes. Zudem bekleidete er von 1981 bis 1999 das Amt des Präsidenten der Landwirtschaftskammer Vorarlberg. Für seine Verdienste um das Land Vorarlberg erhielt er im Jahr 2004 das Goldene Ehrenzeichen des Landes.

Während seiner Amtszeit als Landtagspräsident setzte Halder wichtige landesgesetzliche Maßnahmen um, darunter die verfassungsrechtliche Verankerung des Mehrheitseigentums an den damaligen Energieunternehmen Illwerke und VKW, die Verankerung des Klimaschutzes, die Senkung des Wahlalters von 18 auf 16 Jahre sowie der Beschluss zur Energieautonomie. Darüber hinaus führte er das Besucherformat "Demokratie braucht Dich. Komm in den Landtag!" ein, um jungen Wählern die Bedeutung der politischen Teilhabe näherzubringen. In seiner Amtszeit modernisierte er zudem den Ablauf der Landtagssitzungen durch die Einführung der noch heute üblichen "Aktuellen Stunde" und die Live-Übertragung der Sitzungen.

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