
Der Pensionistenverband Vorarlberg (PVÖ) hat auch in diesem Jahr mit seinen „Negativsteuertagen“ einen erfolgreichen Service für Personen mit geringem Einkommen angeboten. In den letzten zwei Wochen wurden in den Beratungsstellen in Bregenz, Dornbirn und Bludenz mehrere Hundert Menschen betreut. Diese Aktion, die seit vielen Jahren besteht und im März durchgeführt wird, bestätigte erneut ihre Relevanz für die finanzielle Unterstützung von PensionistInnen.
Wie ots.at berichtet, haben Personen, die keine Lohnsteuer zahlen, Anspruch auf eine Rückerstattung in Form einer sogenannten Negativsteuer. Die Ombudsleute des PVÖ vor Ort stehen das ganze Jahr über für Fragen zu Themen wie Pensionen, Pflege, Gesundheit und Steuern bereit. Diese Hilfe ist besonders wichtig, da über 160.000 Euro vom Finanzamt an die betroffenen Personen überwiesen werden sollen, wobei eine Gutschrift im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung beantragt werden kann.
Finanzielle Entlastungen für Rentner
Die Höhe der möglichen Rückerstattung für PensionistInnen kann bis zu 637 Euro betragen. Der PVÖ Vorarlberg hofft, dass die Gutschrift bald an die Antragsteller überwiesen wird. Dies zeigt die Notwendigkeit solcher Unterstützungsmaßnahmen, die insbesondere Personen mit geringem Einkommen entlasten können.
In Deutschland existieren ähnliche Unterstützungsangebote für Senioren. Laut dein-hilfexpert.de haben Senioren Anspruch auf eine gesetzliche Rente. Bei unzureichender Altersvorsorge stehen ihnen diverse Zuschüsse zur Verfügung. Dazu gehört unter anderem das Wohngeld, eine staatliche Leistung zur Unterstützung einkommensschwacher Haushalte bei Wohnkosten.
- Der Antrag kann von jedem gestellt werden und ist abhängig von Einkommen und Wohnkosten.
- Die Höhe des Wohngeldes beeinflussen sieben Mietstufen.
- Ein Beispiel zeigt, dass ein alleinstehender Rentner in München Wohngeld beantragen kann, wenn seine Bruttorente unter 1.189 Euro und die Wohnkosten unter 651 Euro liegen.
- Bei zwei Personen im Haushalt darf das gemeinsame Einkommen 1.633 Euro nicht überschreiten, bei maximalen Mietkosten von 788 Euro.
Des Weiteren gibt es Zuschüsse für pflegebedürftige Rentner, die einen Pflegegrad beantragen müssen. Die Pflegeversicherung bietet wichtige Leistungen, darunter Hilfe für Wohnungsumbauten und Pflegegeld ab Pflegegrad 2. Auch steuerliche Entlastungen und eine Zuzahlungsbefreiung sind für Rentner relevant, da sie sich von weiteren Zuzahlungen befreien lassen können, wenn die jährliche Belastungsgrenze erreicht ist.
Letzte Unterstützung durch Grundsicherung
Wenn alle anderen Zuschüsse nicht ausreichen, bleibt die Grundsicherung als letzte Option für Rentner. Diese kann beim Sozialamt oder der Deutschen Rentenversicherung beantragt werden. Auch hier sind bestimmte Vermögensgrenzen zu beachten, die für Einzelpersonen 5.000 Euro und für Ehepaare 10.000 Euro betragen.
Die Aktionen des PVÖ Vorarlberg und die Angebote in Deutschland verdeutlichen die Wichtigkeit von finanzieller Unterstützung für Rentner. Angesichts der Herausforderungen, mit denen viele Senioren konfrontiert sind, sind solche Hilfsmaßnahmen unerlässlich, um ein würdiges Leben im Alter zu gewährleisten.
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