Am 11. Jänner 2026 um 11:40 Uhr löste sich im Skigebiet Ifen im Kleinwalsertal eine Lawine. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der „Kellerloch-Route“, als zwei Freerider, die die gesicherten Pisten verlassen hatten, ein Schneebrett auslösten. Trotz der großen Gefahr, die mit der Lawinenwarnstufe 4 einhergeht, wurden die beiden Sportler nicht von den Schneemassen erfasst. Das Vol.at berichtet, dass die Bergrettung Kleinwalsertal umgehend mit allen Ortsstellen, unterstützt von drei Hubschraubern, in einen großangelegten Einsatz ging.
In der ersten Phase der Suchaktion standen die Einsatzkräfte vor der Herausforderung, dass zunächst keine Hinweise auf verschüttete Personen vorlagen. Die Polizei konnte bestätigen, dass im Laufe des Nachmittags niemand im Lawinenkegel beobachtet wurde. Der gesamte betroffene Bereich wurde sorgfältig abgesucht, jedoch blieben die Suchergebnisse ohne Erfolg, sodass die Entwarnung gegen 13:15 Uhr ausgesprochen werden konnte.
Einsatzkräfte und Maßnahmen
Die umfangreiche Rettungsaktion umfasste nicht nur die Bergrettung Kleinwalsertal, sondern auch die Alpinpolizei und zwei Lawinensuchhunde. Die Feuerwehr errichtete eine Schleuse, um die Einsatzkräfte und ihre LVS-Geräte zu kontrollieren. Dieser koordinierte Einsatz war notwendig, um schnell der möglichen Gefahr durch eine Lawine zu begegnen. Die Lawinenwarndienst Vorarlberg hatte bereits eindringlich vor dem frisch gebildeten Triebschnee und der schwachen Verbindung zur Altschneedecke gewarnt, was die Situation zusätzlich komplizierte.
Die Gefahrenstufenskala, die von den europäischen Lawinenwarndiensten seit 1993 einheitlich verwendet wird, zeigt die exponentielle Steigerung der Gefahr mit steigenden Stufen. Bei Stufe 4, die als „große Gefahr“ eingestuft wird, ist die Wahrscheinlichkeit von gefährlichen Situationen signifikant höher, was auch die Vorsicht für Wintersportler in den Folgezeiten notwendig macht. Einzelne Wintersportler, die in ungesicherte Bereiche vordringen, können leicht Schneebrettlawinen auslösen, die für Leib und Leben eine ernsthafte Bedrohung darstellen.
Der gesamte Vorfall verdeutlicht die Risiken im Wintersport und das notwendige Bewusstsein für die Lawinengefahr. Auch bei idealen Bedingungen sollte von Wintersportlern, insbesondere von Freeridern, stets eine erhebliche Vorsicht walten gelassen werden, um der Gefahr aktiv entgegenzuwirken.
Für detaillierte Informationen über die Lawinengefahrenstufen können Interessierte den Lawinenwarndienst Bayern besuchen.
Für alle, die in den österreichischen Alpen unterwegs sind, empfiehlt es sich, die regelmäßig aktualisierten Warnungen zu beachten und im Zweifelsfall auf gesicherte Pisten zurückzugreifen, um sich und andere nicht in Gefahr zu bringen.