Die Kinolandschaft in Vorarlberg zeigt sich im Jahr 2026 trotz eines moderaten Rückgangs der Besucherzahlen optimistisch. Laut dem Bericht von vol.at unterstützt Michael Wieser von den Vorarlberger Kinos diese Einschätzung und verweist auf ein abwechslungsreiches Filmprogramm für das kommende Jahr. Filmschaffende haben die Bedeutung von Kinos als Plattform für die Filmvermarktung erneut erkannt und betrachten Streaming als ergänzenden, jedoch nicht konkurrierenden Faktor.

Die letztjährigen Besucherstatistiken weisen auf einen leichten Rückgang hin, wobei finale Werte im Februar veröffentlicht werden. Trotz dieser Fluktuationen konnte das Kinoangebot in der zweiten Jahreshälfte 2025 eine beachtliche Erholung erleben. Wieser merkt an, dass es Unterschiede bei den Ergebnissen der verschiedenen Kinounternehmen in der Region gibt und hebt hervor, dass der größte Erfolg in Vorarlberg das Werk „Das Kanu des Manitu“ war. Im Gegensatz dazu schnitt der österreichische Film „Aufputzt is’“, der landesweit 400.000 Zuschauer verzeichnen konnte, in Vorarlberg weniger erfolgreich ab, was er auf die kulturelle Nähe zu Bayern zurückführt.

Positive Zuschauerentwicklung 2023

Kurier verzeichnete das Österreichische Filminstitut im Jahr 2023 einen Anstieg von 16,8 % bei den Kinobesuchen im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden 11,7 Millionen Tickets verkauft, im Vergleich zu 10 Millionen im Jahr 2022. Diese Zahlen zeigen, dass die Branche auf einem stabilen Weg ist.

Besonders bemerkenswert ist, dass der Marktanteil heimischer Filme auf 8,1 % gestiegen ist, der höchste Wert seit 2004. Im Jahr 2023 wurden 49 österreichische Filme in die Kinos gebracht, die zusammen 138 Kinostarts in 51 Ländern hatten und verzeichneten 1,5 Millionen Besuche. Das erfolgreichste Werk, „Barbie“, lockte 800.000 Besucher in die Kinos, während der heimische Film „Griechenland“ von Thomas Stipsits mit über 285.000 verkauften Kinokarten den sechsten Platz erzielte.

Filmförderung und zukünftige Perspektiven

Das aufgestockte Filmförderbudget von knapp 115 Millionen Euro in 2023, was einem Anstieg von 30,5 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht, zeigt die Bemühungen um eine Stärkung der Filmkultur in Österreich. Die Einführung neuer Förderprogramme wie ÖFI+ und FISAplus könnte dazu beitragen, sowohl die Produktion als auch die Vermarktung österreichischer Filme zu fördern. Das entgegengebrachte Vertrauen in die Kinolandschaft bietet Raum für optimistische Projekte in der kommenden Zeit.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Vorarlbergs Kinos, obwohl sie einen Besucherrückgang erlebt haben, optimistisch in die Zukunft blicken. Mit einem abwechslungsreichen Angebot und der Unterstützung durch Förderprogramme könnte 2026 ein Wendepunkt für die Branche werden. Die Herausforderungen des Marktes und die Konkurrenz durch Streamingdienste werden weiterhin bestehen, doch die Relevanz von Kinos bleibt unbestritten.