
In einem spektakulären Prozess am Landesgericht Feldkirch mussten sich zwei Hobby-Rapper aufgrund schwerwiegender Anklagen wie gefährlicher Drohung, Körperverletzung und Nötigung verantworten. Wie krone.at berichtete, waren beide Männer, die in der Musikszene aktiv sind, bereits vorbestraft und standen wegen aggressiver Auseinandersetzungen im Fokus der Justiz. Der 24-jährige Zweitangeklagte entblößte in einem Instagram-Post die Freundin des 20-jährigen Erstangeklagten, was diesen zu einem gefährlichen Gegenschlag animierte, bei dem er erklärte, er würde dessen Familie mit einem Messer bedrohen.
Der Konflikt eskalierte, als der Erstangeklagte mit einem Buttermesser in der Hand vor dem Haus des Zweitangeklagten auftauchte, um seine Familie zu verteidigen. Obwohl die Situation bedrohlich war, konnte die Sache schließlich glimpflich enden, nachdem der 24-Jährige mehrfach Mobbing und Drohungen ausgesprochen hatte. Beide Männer eint mittlerweile ein neuer Frieden, wie sie selbst im Prozess sagten: „Wir haben uns ausgesprochen. Die Sache ist vom Tisch.“ Doch die Richterin sah die Vorstrafen in einem anderen Licht und verhängte gegen den Erstangeklagten eine Freiheitsstrafe von insgesamt 16 Monaten.
Anhaltende Gewalt und Reflexe
Doch nicht nur die Auseinandersetzungen zwischen diesen beiden Rappern waren von Interesse. Der Fall rund um den Erstangeklagten K. wirft ein Licht auf seine impulsiven Reaktionen. Sein Verteidiger, Michael Jobst, meinte: "Es war ein blöder Reflex, so wie bei der Ex-Lebensgefährtin." K. sah sich schwerwiegender Anklagen ausgesetzt, darunter auch Verstöße gegen das Suchtmittelgesetz und versuchte Körperverletzung. Er soll im Oktober seiner Ex-Freundin einen Nasenbeinbruch beigebracht haben und war im Juni an Schlägereien auf dem Schwedenplatz beteiligt, wie derStandard.de berichtet.
Inmitten all dieser Vorwürfe blieb eine Frage offen: Wie wird die Justiz künftig mit diesen aggressiven Verhaltensweisen umgehen? Die beiden Angeklagten sehen sich nun nicht nur mit ihren rechtlichen Problemen konfrontiert, sondern müssen auch die Konsequenzen aus ihrem gewalttätigen Verhalten tragen.
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