Vorarlberg

Ernährungsarmut: 12% der Österreicher betroffen

Kampf gegen Ernährungsarmut: Wie Vorarlberg 16.000 Menschen hilft

In Vorarlberg leiden rund 16.000 Menschen unter Ernährungsarmut, was bedeutet, dass sie nicht genug Geld für drei Mahlzeiten am Tag haben, so die Caritas. Die Ursache für diese prekäre Situation wird vor allem auf die deutlich gestiegenen Lebensmittelpreise zurückgeführt. Dies führt dazu, dass viele Personen am Monatsende auf Mahlzeiten verzichten müssen, da bereits das gesamte Budget für Miete, Heizung und Nahrungsmittel erschöpft ist.

Die Caritas berichtete, dass im Vergleich zur Zeit vor der Coronavirus-Pandemie die Anzahl der verteilten Lebensmittelgutscheine um über 16 Prozent zugenommen hat. Dies führte dazu, dass im vergangenen Jahr 6.200 Menschen die Beratung der Caritas in Anspruch nahmen, um ihre Ernährungssituation zu verbessern.

Um dieser Problematik entgegenzuwirken, schlägt Caritas-Direktor Walter Schmolly vor, die Verpflegung in Schulen und Betreuungseinrichtungen weiter auszubauen. Dadurch könnten mehr Kinder zumindest ein gesundes Frühstück oder ein warmes Mittagessen erhalten. Zusätzlich plädiert er für eine Anhebung der Mindestlöhne in allen Branchen, um die Ernährungsarmut nachhaltig zu reduzieren.

Eine Studie der Gesundheit Österreich Gmbh (GÖG) ergab, dass etwa zwölf Prozent der Österreicherinnen und Österreicher im vergangenen Jahr von Ernährungsarmut betroffen waren. Dies entspricht rund 1,1 Millionen Menschen in Österreich, die sich aufgrund von finanziellen Einschränkungen bei der Versorgung mit Lebensmitteln in Qualität oder Menge einschränken mussten.

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