Vorarlberg

Brasilien unter Wasser: Zahl der Toten steigt bei Überschwemmungen

Die verheerenden Überschwemmungen in Brasilien: Was steckt hinter dieser Katastrophe?

Schwere Überschwemmungen im Süden Brasiliens haben mindestens 78 Menschen das Leben gekostet, wie die brasilianische Zivilschutzbehörde am Sonntag mitteilte. Zusätzlich werden mindestens 105 Personen noch vermisst. In Rio Grande do Sul mussten über 115.000 Einwohner ihre Häuser verlassen, während die Rettungskräfte verzweifelt versuchten, Menschen vor den Überschwemmungen und Schlammlawinen zu retten.

Die Hauptstadt Porto Alegre war durch die Fluten vollständig überflutet, wobei Straßen unter Wasser standen und einige Häuserdächer kaum mehr erkennbar waren. Der Guaiba-Fluss erreichte einen Rekordstand von über fünf Metern, was die Stadt bedrohte und hunderte weitere Orte gefährdete. Darüber hinaus hatten mehr als eine Million Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser, da vier von sechs Aufbereitungsanlagen ausgefallen waren.

Die Bewohner von Porto Alegre wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen, während sie aufgrund von Schäden an den Aufbereitungsanlagen ihr Trinkwasser rationieren mussten. Familien berichteten von dramatischen Rettungsaktionen, bei denen sie alles verloren haben, trotzdem aber in Notunterkünften Unterschlupf fanden. Fachleute prognostizierten weitere Regenfälle, die zu Erdrutschen führen könnten.

Der Gouverneur von Rio Grande do Sul beschrieb die Überschwemmungen als die schlimmste Katastrophe des Bundesstaates und forderte einen "Marshallplan" für den Wiederaufbau. Präsident Luiz Inácio Lula da Silva versprach den Betroffenen staatliche Unterstützung. Brasiliens jüngste Extremwetterereignisse, darunter Hitzewellen und Starkregen, werden teilweise auf die Erderwärmung zurückgeführt, die solche Ereignisse häufiger und intensiver macht. Auch das Klimaphänomen El Niño trägt zu den derzeitigen Wetterextremen bei.

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